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Delitzsch Delitzscher Ex-Akademieleiterin Susi Kaden glücklich in St.Gallen
Region Delitzsch Delitzscher Ex-Akademieleiterin Susi Kaden glücklich in St.Gallen
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00:17 16.10.2016
Susi Kaden lebt und arbeitet heute in St.Gallen in der Schweiz. Quelle: privat
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DELITZSCH/ST.GALLEN

Was macht eigentlich ...?, fragt man sich bei Prominenten ja manchmal, wenn man länger nichts von ihnen gehört hat. Das gilt auch für die Lokal-Prominenz. Was machen jene Personen, die in Delitzsch mal die Geschicke wichtiger Einrichtungen gelenkt haben? Wie sieht ihr Leben nach der Loberstadt aus? Die LVZ hört sich dazu in nächster Zeit um. Als erstes berichtet Susi Kaden, die ehemalige Leiterin der Theaterakademie Sachsen, wie es für sie nach Delitzsch weiterging.

Gerade einmal 24 Jahre alt war Susi Kaden, als sie im Sommer vor zwei Jahren den Posten als Leiterin der Theaterakademie an Jana Bauke abgab. Als Assistentin der Geschäftsführerin hatte Susi Kaden mit Anfang 20 an der Akademie angefangen, war schließlich selbst innerhalb kürzester Zeit zur Leiterin aufgestiegen. Mit 24 Jahren schon so viel Verantwortung – keine schlechte Karriere. Dennoch zog es Susi Kaden weg. Sie bekam ein Jobangebot als Medienverantwortliche am Theater St.Gallen. Damit konnte sie das machen, was sie eigentlich mal gelernt hatte und nicht Nein sagen – sie hat Kommunikations- und Medienwissenschaften studiert.

Von Delitzsch zum Rundum-Glück in die Schweiz

Die Ex-Akademieleiterin ist heute, zwei Jahre nach dem Ende in Delitzsch, beruflich und privat glücklich in der Schweiz gelandet. „Die Projekte hier sind sehr spannend und vielseitig“, schwärmt sie. Das Theater St.Gallen ist ein bedeutender Musicalproduzent in der Schweiz. Es gibt dort Weltpremieren wie die von „Don Camillo & Peppone“, es wird an neuen Musicals wie „Matterhorn“ gearbeitet, das sich ganz dem berühmten Berg verschrieben hat. Anfang 2017 soll die Schweizer Uraufführung vom Musical „Tanz der Vampire“ auf die Bühne gebracht werden. Susi Kaden begleitet all das als Medienverantwortliche, sie ist viel unterwegs, hat viele Kontakte. Und die Ex-Leipzigerin hat mit St.Gallen auch privat eine neue Heimat gefunden, die einen glatt neidisch werden lassen könnte: Mit ihrem Partner, einem Schweizer, lebt die 26-Jährige in einer großen Dachwohnung nahe der St.Galler Altstadt mit Blick über die gesamte Stadt bis zum Bodensee. „Die Landschaft St.Gallens ist wahnsinnig vielseitig – in wenigen Minuten ist man in den Bergen oder am See. Das Freizeitangebot ist dementsprechend groß – wandern, biken, joggen, etc.“, erzählt Susi Kaden.

Kontakt zur Theaterakademie in Delitzsch wird gehalten

Die Arbeit am Theater St.Gallen und die in der Akademie seien sehr unterschiedlich, zieht sie Bilanz. „Mein Arbeitsalltag in der Theaterakademie war sehr komplex, fokussierte sich aber hauptsächlich auf den wirtschaftlichen und administrativen Bereich“, schildert Susi Kaden. Ob nun Stundenpläne koordinieren, Karten verkaufen oder die Buchhaltung machen – das ist in Delitzsch Job der Akademieleitung und deren Assistentin. „Ich habe sehr viel gelernt in den drei Jahren in Delitzsch“, betont Susi Kaden. „In St.Gallen arbeite ich ausschließlich im Marketing- und Medienbereich“, berichtet sie, „meine Arbeit ist hier sehr kreativ, ich arbeite sehr eng mit Kamerateams und Journalisten zusammen, ich leite die Redaktion unseres Kundenmagazins, bin für das Social Media Marketing verantwortlich, bin in die Organisation von Veranstaltungen und die Planung von Werbekampagnen involviert.“ An die Zeit an der Theaterakademie denkt sie dennoch gerne zurück.

Mit „Zootopia“ spielte die Akademie im Sommer 2016 erstmals im Tiergarten Delitzsch – Entwicklungen, die Susi Kaden auch in der Schweiz verfolgt. Quelle: Christine Jacob

Und Susi Kaden hält Kontakt zu ihrer alten beruflichen Heimat, so mancher engere Kontakt besteht auch heute noch. „Ich verfolge natürlich gespannt die Entwicklung der Akademie, sei es via Soziale Netzwerke, über die Homepage oder die Medien“, erzählt die ehemalige Leiterin. „Ich freue mich sehr, dass es so gut läuft und es macht mich stolz, ein Teil der Akademie gewesen zu sein, die sich nun sozusagen vom Kleinkind zum Teenager entwickelt hat.“

Von Christine Jacob

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