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Delitzscher Familie mit krebskranken Söhnen braucht weiter Hilfe

Spendenaufruf Delitzscher Familie mit krebskranken Söhnen braucht weiter Hilfe

Wie unfair kann das Schicksal sein? Hendrik hat seine Krebserkrankung überstanden und kämpft mit den Langzeitfolgen, da wird beim großen Bruder Max Leukämie diagnostiziert. Die Eltern können nicht mehr oder kaum noch arbeiten gehen, mindestens ein Gehalt fehlt der Familie. Und Hilfen sind dringend nötig.

Max hält den Spendenscheck, dem Nina Stein und Katja Sonntag (von links) ihm und seiner Mutter Ulrike Liebau gebastelt haben.

Quelle: Christine Jacob

DELITZSCH. Zwei Brüder. So verschieden. Max, 15 Jahre alt, hat mit Schule nicht viel am Hut. Hendrik dagegen, er wird im Oktober zehn Jahre alt, hat schon mit drei immer wieder wissbegierig nach seiner Einschulung gefragt. Zwei Brüder. So gleich.

Beide sind an Krebs erkrankt. Beziehungsweise kämpfen so wie jetzt Hendrik mit den Folgen. Bei Maximilian wurde vor wenigen Monaten Leukämie diagnostiziert, er ist mitten in der Chemotherapie. Auf seinem Kopf ist wieder ein Haarflaum gewachsen. Hendrik war, als er schon nach der Schule fragte, gerade im Kampf gegen einen Tumor. Den Krebs hat er besiegt. Wenn man denn von Sieg sprechen kann – denn nun kommen die Folgen der Behandlung, drückte die geschädigte Leber zum Beispiel Blut zurück.

Dübener engagieren sich für Delitzscher Familie

Der doppelte Schicksalsschlag für die Delitzscher Familie hat die Region bewegt. Auch die Mitstreiter der Bad Dübener Kleiderbörse. Zweimal jährlich findet die Kleiderbörse statt, ein Teil der Einnahmen geht an einen guten Zweck. Diesmal entschieden sich die Engagierten aus Düben für die Delitzscher und konnten nun im Geschäft „Mein Mietregal“ in der Breiten Straße 500 Euro an die Familie überreichen. In dem Geschäft steht auch eine Spendenbox. All das bringt Geld, das Mutter Ulrike Liebau, ihr Mann Tim Kaiser und die beiden Jungs gut gebrauchen können. Der Vater ist momentan zu Hause, die Altenpflegerin ist vorerst auch krank geschrieben. Das ständige Hin und Her zwischen der Klinik in Halle – dort ist Max zur Chemo – und Delitzsch, das Bangen, immer die Frage „Warum wir?“ und die Sorgen schlauchen. Psychisch hat sie zu kämpfen, sagt die 36-jährige Mutter. Ihre Gedanken teilt sie der Welt im sozialen Netzwerk Facebook auf der Seite „Hendrik möchte wieder Lachen“ mit. Es gibt viel Resonanz. Auch das hilft. Spendengelder dienen dazu, den Söhnen Herzenswünsche zu erfüllen. Eine Fahrt ins „Tropical Islands“ bei Berlin zum Beispiel, da kostet eine Familie allein der Eintritt schnell 125 Euro. Und Hendrik würde gerne mal auf den Eiffelturm.

Wer helfen möchte, den Jungs Wünsche zu erfüllen, der kann spenden. Barspenden sind im Geschäft „Mein Mietregal“ von Susan Noack in der Breiten Straße in Delitzsch möglich. Zudem gibt es bei der Sparkasse Leipzig das Konto „Hendrik lacht“. Hier können Spenden mit der IBAN: DE56 8605 5592 1631 9444 67, BIC: WELADE8LXXX eingezahlt werden.

Von Christine Jacob

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DELITZSCH
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