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Delitzsch Delitzscher Feuerwehr zieht Bilanz: Mehr als 230 Einsätze im vorigen Jahr
Region Delitzsch Delitzscher Feuerwehr zieht Bilanz: Mehr als 230 Einsätze im vorigen Jahr
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15:48 23.02.2018
Allen noch gut in Erinnerung: kurz vor Weihnachten brannte es in einem Haus in der Sandmark. Quelle: Christine Jacob
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DELITZSCH

Am Ende zählen die Zahlen: Mussten die Kameraden der Delitzscher Ortswehr 2015 zu 236 Einsätzen ausrücken, so waren es 2016 „nur“ 233. Doch es war kein ruhiges Jahr. Die Bilanz, die die Kameraden am Freitagabend bei ihrer Jahreshauptversammlung zogen, ergibt: 50 Brandeinsätze, dazu kommen 128 Hilfeleistungen zum Beispiel nach Unfällen, zehn Gefahrguteinsätze, sieben Tierrettungen, diverse Übungen und 38 Fehlalarme, unter anderem wegen zu empfindlicher Brandmeldeanlagen.

50 Brandeinsätze in einem Jahr

Das Jahr startete mit einem großen Brandeinsatz. In einem Block in Rackwitz brach Feuer aus, die Delitzscher wurden neben Kollegen aus Rackwitz und anderen Orten alarmiert. Drei Kinder und fünf Erwachsene wurden leicht verletzt. Am Ende waren mehr als 70 Kameraden und der Sanizug aus Taucha im Einsatz, um knapp 40 Menschen zu evakuieren. Das sei, so der Delitzscher Wehrleiter Dieter Franze, dramatisch für alle Betroffenen gewesen. Ein gutes Ende fand der letzte der großen Einsätze.

Mehr als 230 Einsätze absolvierte die Feuerwehr Delitzsch im Jahre 2016. Von den insgesamt 50 Brandeinsätzen waren allein vier Großbrände. Ärgerlich für die Kameraden sind die 38 Fehleinsätze, die im vergangenen Jahr zu Buche schlugen.

Am 16. Dezember brannte es in einem Einfamilienhaus in der Sandmark, der Eigentümer konnte gerettet werden. Das Ehepaar möchte das Haus wieder aufbauen und arbeitet daran, dort im Herbst wieder einziehen zu können. Dabei, so Dieter Franze, sei es aber nicht hinnehmbar, dass immer wieder Schaulustige Einsätze stören. Es sei so schon ein Ehrenamt, das viel abverlangt. War 2015 ein Menschenleben zu beklagen, kam die Hilfe der Ehrenamtlichen im vergangenen Jahr in vier Fällen zu spät – so war zum Beispiel der Mann, der Ostern bei einem Unfall auf der B 184 starb, schon tot, als die Retter kamen.

Übung macht den Löschmeister

Die Feuerwehr will weiter an ihrer Zukunft arbeiten, absolviert gemeinsam mit anderen Wehren Schulungen wie ein komplettes Wochenende im September. So gab es im vergangenen Sommer die größte Übung in der Geschichte, als an der Theaterakademie Sachsen das Horrorszenario von im Feuer eingeschlossenen Schülern nachgestellt wurde.

Eine Sorge treibt die Delitzscher wie andere Wehren um – Nachwuchs. Um neue Kräfte zu gewinnen, setzt man auf die Doppelmitgliedschaft. Die Zeit werde zeigen, ob das reicht, so Franze.

Von Christine Jacob

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