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Delitzsch Delitzscher Weinhandel ebrosia will neue Halle bauen
Region Delitzsch Delitzscher Weinhandel ebrosia will neue Halle bauen
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00:27 29.03.2018
Rüdiger Kleinke (links) und Logistikleiter Lars Giesel mit dem Plan für die neue Halle. Quelle: Foto: Wolfgang Sens
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Delitzsch

Vor nicht einmal einem Vierteljahrhundert reichte noch ein Raum im Keller des Einfamilienhauses der Familie Kleinke aus. Und wenn alles gut ging, ging mal ein Päckchen auf die Reise. Und es gab genug Unkenrufe, der Verkauf von Wein über das Internet werde doch nie funktionieren. Das war offensichtlich ein Irrtum, der Onlinehandel mit den edlen Tropfen läuft bestens. Jetzt haben die knapp 2000 Quadratmeter Logistikfläche des Online-Weinhandels ebrosia im Delitzscher Gewerbegebiet Südwest ihre Kapazitätsgrenze erreicht. Das Delitzscher Unternehmen von Rüdiger Kleinke will erweitern.

Ebrosia-Weinhandel plant Erweiterung seiner Flächen. Rüdiger Kleinke (links) und Logistikleiter Lars Giesel mit dem Plan für die neue Halle. Quelle: Wolfgang Sens

Der Stadtrat hat jetzt seine Zustimmung gegeben, ebrosia kann für knapp 355 000 Euro rund 12 600 Quadratmeter Fläche des gut gefragten Gewerbegebiets Südwest in direkter Nachbarschaft des bisherigen und vor knapp zehn Jahren bezogenen Firmenstandorts im Gewerbegebiet zukaufen. Als SPD-Stadtrat hat der Firmenchef Rüdiger Kleinke selbst natürlich nicht mit abgestimmt, das Votum fiel aber auch ohne ihn einstimmig und pro Firmenwachstum aus. Wer sollte schon dagegen sein?

Das Unternehmen ist seit Jahren erfolgreich, zahlt nicht zu knapp Steuern in Delitzsch und bietet hier auch hoch qualifizierte Jobs. Und es muss weiter wachsen können. Es sind dringend benötigte Quadratmeter, die ebrosia nun kauft. „Wir wachsen sehr dynamisch“, sagt Rüdiger Kleinke, der 1997 mit dem Online-Weinhandel parallel zu seinem damaligen Bank-Job anfing, sich schon 2000 selbstständig damit machen konnte und nun mit seinem Unternehmen zu den Marktführern der Branche gehört.

Seit etwa zwei Jahren schon stoße ebrosia an seine räumlichen Grenzen, der nächste Schritt soll jetzt endlich gegangen werden. Von 1800 soll es auf 3800 Quadratmeter Logistikfläche hochgehen, wo jetzt etwa 1000 Pakete am Tag die Loberstadt gen Weinkunden vor allem überall in Deutschland verlassen, sollen es mit dem Hallenneubau bis zu 3000 Sendungen sein können. An die bisherige Halle wird „einfach“ eine neue dazu gebaut und die Lücke zwischen den beiden Firmentrakten ebenfalls baulich geschlossen. Spatenstich ist voraussichtlich in einem Jahr, Fertigstellung der neuen Halle soll bei optimalem Verlauf im September 2019 sein.

Für das Unternehmen, das im Delitzscher Ortsteil Beerendorf gegründet wurde und sich immer zur Loberstadt als Sitz bekannt hat, steht mit der Erweiterung auch die weitere Kundenstamm-Erweiterung an. „Wir wollen internationaler werden und andere Länder mit deutschen Weinen bedienen“, blickt der 48-jährige Firmenchef voraus. Das hat auch Auswirkungen aufs Personal: Arbeiten jetzt knapp 30 Mitarbeiter, sie kommen alle aus der Region, sollen es perspektivisch einmal 60 sein.

Diese Mitarbeiter-Verdopplung ist im Laufe der kommenden fünf Jahre vorgesehen und betrifft nicht allein den Logistikbereich, sondern auch Jobs zum Beispiel im Kundencenter oder im Webshop-Bereich sowie dem Design. Mit dem Flächenkauf ist zudem die Perspektive gegeben, auch in fernerer Zukunft noch weiter zu wachsen – am heimischen Standort.

Von Christine Jacob

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