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Delitzsch Delitzscher Freibad erhält gute Noten
Region Delitzsch Delitzscher Freibad erhält gute Noten
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16:21 11.08.2010
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. Damit der Badespaß auch aus gesundheitlicher Sicht jederzeit unbedenklich ist, kontrolliert das Gesundheitsamt Nordsachsen die Anlage in der Badesaison monatlich.

Jetzt bei den durchwachsenen Temperaturen würden täglich im Durchschnitt etwa noch 250 Menschen ins Elberitzbad kommen, berichtet Schwimmmeister Uwe Meißner. „Am Dienstagabend wurde es, für mich selbst überraschend, sogar noch mal richtig voll." Gestern früh nutzen bei 22 Grad Celsius Außen- und Wassertemperatur und leichtem Regen 30 Gäste, darunter 27 Dauerkartenbesitzer, das beruhigte Schwimmen. Das wird täglich ab Beginn der Öffnung bis 10.30 Uhr und abends von 18 Uhr bis zur Schließung des Bades angeboten. Die Schwimmer erleben live mit, wie Karsten Nagel, Fachkraft für Hygieneüberwachung im Gesundheitsamt des Landkreises Nordsachsen, die monatliche Überprüfung des Bades durchführt.

Dazu werden in 30 Zentimeter Tiefe aus jedem Becken Schöpfproben entnommen und in Flaschen abgefüllt, die noch am selben Tag zur Untersuchung per Kurier ins Labor nach Leipzig geschickt werden. „Anfang nächster Woche erwarte ich dann das Untersuchungsergebnis", erklärt Nagel. Zu jeder Probe gehören drei Flaschen – je eine für die bakteriologische (250 Milliliter), die chemische (ein Liter) und die Untersuchung auf Restbestände von Chlor (250 Milliliter). Außerdem bestimmt Nagel vor Ort die Parameter von Chlor und den pH-Wert. Auch diese Ergebnisse schickt er zum Vergleich mit ins Labor.

Uwe Meißner misst parallel mit ihm und vergleicht die Vor-Ort-Werte des Prüfers mit den eigenen. Das sei eine gute Gelegenheit, regelmäßig zu prüfen, ob seine Messtechnik noch richtig arbeite, denn gerade bei extremer Hitze könne diese auch mal Schaden nehmen, erklärt Meißner.

Karsten Nagel hat in diesem Sommer alle Kontrollen im Elberitzbad durchgeführt und bisher keine Beanstandungen gehabt. Auch mit der gestrigen Messung ist er zufrieden: „Alle vor Ort ermittelten Werte liegen in der Norm." Deshalb sieht sich Meißner in seiner Arbeit bestätigt. Für das Schwimmerbecken misst der Kontrolleur einen pH-Wert von 6,7 und 0,03 Milligramm je Liter gebundenes Chor. Im Nichtschwimmerbereich liegt der pH-Wert bei 7,0 und das gebundene Chlor bei 0,02 Milligramm je Liter. „Ein pH-Wert von 7 ist optimal und der Grenzwert für gebundenes Chlor liegt bei 0,2 mg/l", erläutert Nagel. Das gebundene Chlor ist Anhaltspunkt für Verunreinigungen im Wasser. Optimal seien 0,00 mg/l. „Einen solchen Wert hatten wir schon oft, aber auch mit 0,02 unterschreiten wir den Grenzwert erheblich", freut sich Meißner.

In seiner Arbeit verlässt er sich nicht nur auf die gemessenen Werte. „Ich schaue mir die Badegäste genau an", erzählt er, denn beispielsweise gerötete Augen seien ein Indiz dafür, dass mit dem Chorgehalt etwas nicht stimme. Aber auch äußere Einwirkungen wie Hitze, Regen, Sturm, Schmutzeintrag, viele Badegäste oder Verunreinigungen durch Schwimmvögel beeinflussen die Wasserqualität. Seit 2004 ist Meißner in Delitzsch Schwimmmeister und hat genügend Erfahrung, wie die Aufbereitungsanlage zu handhaben ist, damit die Wasserqualität stimmt. Darüber hinaus werde früh als Erstes das Wasser kontrolliert. Nagel bestätigt ihm für diese Saison eine dauerhaft gute Qualität. Aber auch die Freigewässer im Altkreis Delitzsch, wie die Schladitzer Bucht, der Muldearm in Roitzschjora, der Teich am Schullandheim Reibitz oder der Ziegelteich in Wölkau, würden gute Parameter aufweisen.

Thomas Steingen

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