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Delitzsch Delitzscher Frühlingsmarkt punktet bei Händlern und Besuchern
Region Delitzsch Delitzscher Frühlingsmarkt punktet bei Händlern und Besuchern
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21:41 18.03.2018
Quelle: Fotos: Alexander Prautzsch
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Delitzsch

Mehr als 60 Händler, Scharen von Besuchern und eitel Sonnenschein im übertragenen und wörtlichen Sinne – das war der erste Delitzscher Frühlings- und Genussmarkt. Samstag und Sonntag hatte der aber nicht auf den Markt, wo sonst zweimal wöchentlich der Frischemarkt stattfinden soll, sondern auf den Roßplatz gelockt. Eine bewusste Entscheidung, wie Organisator Christian Maurer erklärte: „Mit dem Wallgraben, dazu die Bäume und auch durch seinen Aufbau bietet der Roßplatz ein lauschiges Plätzchen.“

Seit knapp einem Jahr hatte der Mitarbeiter, der für die Referate Wirtschaftsförderung und Öffentlichkeitsarbeit, gleichermaßen tätig ist, an seiner Idee gewerkelt, nach Händlern gesucht und am Konzept für den Genussmarkt gefeilt. „Ich habe mir auch viele Absagen eingehandelt“, so Christian Maurer. Aber die, die sich von ihm und seiner Idee überzeugen ließen, haben es sichtlich nicht bereut. So wie Vincent Wehrenpfennig. „Das, was Herr Maurer da auf die Beine stellen wollte, hörte sich schon vielversprechend an“, erinnerte er sich an den ersten Kontakt, „und er hat es geschafft, genau das auf die Beine zu stellen. Das hier ist ein kreatives und vielfältiges Angebot.“ Der Quedlinburger Käsekuchenbäcker steht sonst dreimal wöchentlich in Leipzig auf dem Markt, sowie in Halle und Magdeburg. Zahlreiche Kleinstädte hätten ihn mit ihren Wochenmärkten – rund 100 schaute er sich an – nicht überzeugt, bei ähnlich hoher Qualität des Marktes wie am vergangenen Wochenende könne er sich aber vorstellen, wieder für ein solches Spezial-Angebot nach Delitzsch zu kommen, so der Wehrenpfennig.

„Hohe Qualität und kein Ramsch, das ist ein sehr gelungenes Angebot“, lobte auch Hendrik Jetten. Gebürtig aus Amsterdam verkauft er seit Jahren hochwertige Trockenfrüchte, vor allem in Leipzig. „Delitzsch überzeugt mich“, befand er zum Genussmarkt-Konzept. Christian Maurer hatte bewusst auf Qualität und große Auswahl geachtet:„Mir geht es um Dinge, die aus der Masse herausstechen und zur Jahreszeit passen, so dass der Name ,Frühlingsmarkt’ auch verdient ist.“ Also gab es keine 08/15-Bratwurst, sondern eine aus Straußenfleisch. Keinen üblichen Bierwagen, sondern einen mit Craft Beer. Die Gaumenfreuden reichten von Bisonwurst bis Trüffelbutter, es gab Kunsthandwerk, Pflanzen, Keramik- und Töpferwaren, Korbhändler und einen Pflanzenmarkt. 1250 Kilometer Anfahrt hatten die Händler der italienischen Genussmeile, die unzählige Leckerbissen boten. Das zog nicht nur Besucher aus Delitzsch und Umgebung, sondern lockte auch Leipziger nach Delitzsch. Nur vereinzelt wurde mal geunkt, es sei ein teurer Spaß – doch Qualität hat bekanntlich ihren Preis.

„Es war dauerhaft Betrieb, das kennt man so sonst nicht von Delitzsch“, schätzte Josephine Ortmann ein. Die Keramikerin hat hier und auch in anderen Städten schon einige Veranstaltungen mitgemacht. Die „kunterbunte, spannende“ Mischung des Genussmarktes sei aber einmalig. Und so nahm sie vorweg, was zu hoffen bleibt, am Ende aber Entscheidung der Rathauschefs ist: „Bei der Wiederholung bin ich definitiv dabei.“

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Schlemmen und genießen mit allen Sinnen - das war der erste Delitzscher Frühlings- und Genussmarkt.

Von Christine Jacob

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