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Delitzscher Fundtiere kommen ab Januar nach Leipzig

Billigste Lösung Delitzscher Fundtiere kommen ab Januar nach Leipzig

Für die Zukunft des Delitzscher Tierheims sind die ersten Würfel gefallen. Der bislang wichtigste Vertragspartner der Einrichtung, die Stadt Delitzsch, beendet zum 31. Dezember die Zusammenarbeit in der Fundtier-Unterbringung und wendet sich stattdessen nach Leipzig.

Fundtiere aus Delitzsch, die zum Fall fürs Ordnungsamt werden, verlassen künftig die Stadt in Richtung Leipzig. In der Ortslage Breitenfeld, gleich hinter der Landkreisgrenze, betreibt der Leipziger Tierschutzverein ein Heim. Die Einrichtung hat noch freie Kapazitäten.

Quelle: Fotos/Montage: André Kempner/Wolfgang Sens

Delitzsch. Auch die Gemeinde Wiedemar orientiert sich ab dem Jahreswechsel in Richtung Messestadt. Für das Tierheim im Ortsteil Laue hat das finanzielle Auswirkungen, da die Kommunen Kostenpauschalen überweisen, die sich an der Einwohnerzahl orientieren.

Wie berichtet, hat der Tierschutzverein Delitzsch als Heimbetreiber die laufenden Verträge im September von sich aus gekündigt, um die Höhe der Pauschale sowie weitere Inhalte der Kontrakte neu aushandeln zu können. Vorausgegangen waren diesem Schritt Bemühungen seitens des Vereines, den kommunalen Vertragspartnern eine stärkere finanzielle Beteiligung abzuringen. Die Situation eskalierte vor etwa einem Jahr, als der Verein mit Blick auf die Mindestlohn-Einführung einen Insolvenzantrag in Aussicht stellte. Im Sommer haben sich die Tierschützer neu ausgerichtet, den Vorstand komplett ausgetauscht und den Tierbestand reduziert. Die Kernforderung allerdings blieb bestehen: Die kommunale Umlage in Höhe von derzeit 1,02 Euro soll auf wenigstens 1,30 Euro angehoben werden.

Diesen Betrag nannte der Verein auch, als er im November gegenüber der Stadt Delitzsch ein Angebot abgab. Die Stadtverwaltung hatte in Reaktion auf die Kündigung die Fundtier-Unterbringung neu ausgeschrieben. Auch die Tierschutzvereine in Eilenburg und Leipzig wurden zur Abgabe von Angeboten aufgefordert. Nach LVZ-Informationen ging Eilenburg ebenfalls mit 1,30 Euro ins Rennen, Leipzig bot 1,02 Euro an. Am Donnerstagabend beriet der Verwaltungsausschuss des Stadtrates nicht öffentlich über das Thema, gab eine mehrheitliche Empfehlung für die günstigste Offerte. Ein formaler Stadtratsbeschluss sei nicht nötig, sagte Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos) auf LVZ-Nachfrage. Vertragsentscheidungen wie diese könne die Verwaltung im Rahmen ihres laufenden Geschäfts selbst treffen. Diese Woche soll die Zusammenarbeit mit Leipzig offiziell besiegelt werden. "Es wird eine lückenlose Regelung geben, die gewährleistet, dass zu jeder Tageszeit Fundtiere aus Delitzsch in Leipzig untergebracht werden können", so Wilde.

Das Leipziger Tierheim befindet sich in der Ortslage Breitenfeld direkt hinter der Landkreisgrenze - von der Schladitzer Bucht kommend, geht es gleich hinter der Autobahn rechts ab. Die räumliche Nähe zu Delitzsch sei eine wesentliche Voraussetzung für die Angebotsabgabe gewesen, erklärt Michael Sperlich, Tierheimleiter und Geschäftsführer des Ersten Freien Tierschutzvereins Leipzig und Umgebung. Und betont: "Wir machen grundsätzlich keine Dumpingangebote. Dafür haben wir gar keinen finanziellen Spielraum." Die Offerte an Delitzsch, die deutlich unter dem Preis aus Laue liegt, sei genau kalkuliert - entsprechend der zu erwartenden Art und Zahl an Fund- und Verwahrtieren, die über das Delitzscher Ordnungsamt zugewiesen werden. In diesem Sinne vereinbaren die Leipziger mit jedem Vertragspartner eigene Konditionen - so vor Jahren auch schon mit Rackwitz und dem nun zu Wiedemar gehörenden Neukyhna. Löbnitz sowie Krostitz mit der verwaltungstechnisch angeschlossenen Gemeinde Schönwölkau hegten bis gestern keine Absichten, sich nach Leipzig zu wenden.

Von Kay Würker

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