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Delitzsch Delitzscher Garten mit Schwung und Ruhe
Region Delitzsch Delitzscher Garten mit Schwung und Ruhe
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00:16 23.05.2017
Auch mal entspannen, ist Sibylle Canitz und Rolf Kittler wichtig. Quelle: Christine Jacob
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Delitzsch

Am 18. Juni findet in Delitzsch und Umgebung wieder der „Tag der offenen Gartentür“ statt. Von 13 bis 18 Uhr präsentieren sich an diesem Tag 19 Gärten – und damit so viele wie nie. In loser Folge stellen wir jene Hobbygärtner vor, die sich erstmals beteiligen. Heute: Sibylle Canitz und Rolf Kittler.

Gute Planung

„Planung ist alles“, wird der Garten des Paares im Faltblatt des Gartentages umschrieben. In der Damaschkestraße haben die Experten, sie haben eine Firma für Garten- und Freiflächengestaltung, ein Areal geschaffen, das eine Menge abdeckt: Es gibt einen Vorgarten, einen begrünten schattigen Hof und den eigentlichen Garten mit ein paar Beeten, die mit Kräutern auch ein wenig Selbstversorgung bieten. Rund 700 Quadratmeter sind zu bestaunen und zu begreifen. Und zwar wirklich: „Alles in unserem Garten ist so gestaltet, dass man es auch betreten und benutzen kann“, sagt Sibylle Canitz. Ein Garten sei ja nicht nur zum Angucken da, von einem kurzen englischen Rasen, auf dem keiner husten darf, hat auch keiner was. Der Rasen bekommt auch nur einmal im Jahr Dünger, wurde noch nicht einmal vertikutiert und gedeiht prächtig grün. Seit einer Umgestaltung 2002 gibt es kaum noch Altbestände an Pflanzen in diesem kleinen grünen Paradies, alles ist neu gestaltet. Dabei setzen Sibylle Canitz und Rolf Kittler auf viel Schwung – die Beete sind nicht mit dem Lineal abgestochen, sondern haben sanfte und geschwungene Begrenzungen. Im Vorgarten ist ein „Fluss“ aus Bepflanzung zu erkennen. Nichts geschieht zufällig und doch wirkt alles locker. Für das Paar ist das der perfekte Garten, um nach der Arbeit die Beine hochzulegen und sich zu entspannen. Und weil sie ohnehin den ganzen Tag mit Gärtnern zu tun haben, hält sich der Arbeitsaufwand fürs eigene Grün in einem absolut vertretbaren Rahmen – wie das gelingt, können sich die Gäste am 18. Juni gerne erklären lassen.

Wertvolle Tipps

„Ich freue mich auf die Gespräche“, sagt die 57-jährige Gärtnerin. Dreimal war sie selbst als Gast beim Tag der offenen Gartentür dabei und hat sich umgeschaut. Dieses Jahr wollte sie dann einfach mal selbst dabei sein, auch, um den Tag zu bereichern: „Das ist eine coole Geschichte, die aber von neuen Gärten lebt.“ Die 57-Jährige und ihr fünf Jahre älterer Lebensgefährte wollen ihren Gästen Tipps zur Gartenplanung und Pflanzengesundheit geben. Außerdem wissen sie zu berichten, wie man knapp 100 Gäste bei einer Gartenparty auf 700 Quadratmetern unter bekommt – auch wertvolles Wissen fürs entspannte Leben mit Garten.

Von Christine Jacob

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