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Delitzsch Delitzscher Gedenklauf erinnert an Anne Frank
Region Delitzsch Delitzscher Gedenklauf erinnert an Anne Frank
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07:00 10.07.2017
Lockere Veranstaltung statt Trauermarsch: Der Gedenklauf erinnerte an Anne Frank. Quelle: Foto:
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Delitzsch

Zum fünften Mal erinnerte das Schalom Begegnungszentrum am Freitag mit einem Gedenklauf an das Schicksal der Anne Frank – an das in Frankfurt am Main geborene jüdische Mädchen, das sich im Zweiten Weltkrieg im niederländischen Exil vergeblich vor den Nazis versteckte. Klaus-Dieter Kabelitz, Leiter des Delitzscher Reviers, bekannte, dass er „als Polizist nur halb hier“ stehe. Die Eindrücke der Hamburger Krawalle anlässlich des G20-Gipfels zeigten, dass Meinungsvielfalt und Toleranz auch heute nicht selbstverständlich seien.

Gewollte Leichtigkeit

Nach einer Gedenkminute stiegen Luftballons in die Höhe. Eine gewollte Leichtigkeit: „Es soll kein Trauermarsch sein, sondern etwas, das Spaß macht“, verriet Katharina Mittmann, die erst kürzlich die hauptamtliche Projektleitung im Begegnungszentrum übernommen hatte. Für sie war es der erste Lauf und obwohl sie den locker angehen wollte, war die 35-Jährige dann doch die erste Frau im Ziel. „Wir sind hier, um unseren Teamgeist zu zeigen, für ein tolerantes Miteinander und auch für unseren Verein zu werben“, sagten Isa-Marie Wachs, Annalena Röhlig, Ramona Lenhardt und Jasmin Mörz. Die vier jungen Frauen des SV 90 Lissa hatten kurzerhand auch ihren Co-Trainer Sebastian Radke und dessen Sohn Jonas mitgebracht. Letzterer lief als erstes Kind ein. Da hatte sich René Gerhardt schon wieder etwas erholt. Er sicherte sich den Sieg noch vor seinem Boxvereinskollegen Ahmad Alhamoud. 18 Minuten und 50 Sekunden benötigte er für die über fünf Kilometer lange Strecke.

Schon bei Olympia dabei

Die führte die Teilnehmer von der Mauergasse am Wallgraben entlang Richtung Rosental, von dort am Lober vorbei durch den Stadtpark wieder zurück zum Startpunkt. Neben Bewohnern des Sozial- und Beschäftigungszentrums und Mitgliedern der Reservistenkameradschaft war mit Volker Löffler auch ein Stadtrat im Feld der 50 Teilnehmer. Mit 75 war er der Zweitälteste, der antrat. Nicht ohne Vergangenheit als Läufer: 1964 startete er als Olympiateilnehmer in Tokio. Das Anliegen des Laufs des Begegnungszentrums ist auch für ihn ein wichtiges.

Von Manuel Niemann

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