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Delitzsch Delitzscher Gewerkschaftler lassen sich vom Oberbürgermeister informieren
Region Delitzsch Delitzscher Gewerkschaftler lassen sich vom Oberbürgermeister informieren
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06:00 12.01.2018
Der Delitzscher Oberbürgermeister Manfred Wilde (Dritter von links) informiert Senioren-Gewerkschaftler der GEW bei einem Besuch im Rathaus. Quelle: Ditmar Wohlgemuth
Delitzsch

Die Informationsflut, die am Mittwochnachmittag auf die Senioren der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft einströmte, war gewaltig. Anneliese Podsadny hatte um ein Treffen mit dem Delitzscher Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos) im Rathaus gebeten. Der Hausherr reagierte auch prompt und lud in das erste Haus am Platz ein. Gut zwei Dutzend interessierte Gewerkschaftler verfolgten aufmerksam, was Manfred Wilde zur Entwicklung der Kita- und Schullandschaft in der Großen Kreisstadt berichten konnte. Wie immer sprach er frei und ausführlich. Fotos von den Objekten, über die er gerade redete, warf er zur besseren Veranschaulichung an die Wand.

Herausforderung Kita- und Hortplätze

„Es ist nicht ganz einfach, die heutigen Herausforderungen zu erfüllen“, sagte der 55-Jährige und bezog dies vor allem auf die Bereitstellung von Kita- und Hortplätzen sowie auf die Kapazitäten in den Schulen. Während die Geburtenrate in Delitzsch in den vergangenen Jahren nahezu konstant blieb und damit kalkulierbar sei, sei dies bei den Zuzügen nicht so. Im vergangenen Jahr wurden 191 Mädchen und Jungen geboren. „1990 waren es übrigens noch 330“, bemerkte der Oberbürgermeister und erklärte weiter: „Prognosen des Landkreises gehen übrigens immer noch von stark sinkenden Einwohnerzahlen und einer rückläufigen Geburtenrate aus.“ Wenn sich die Stadt daran orientiert hätte, hätte Delitzsch sicher jetzt ein schwerwiegendes Problem, wie Wilde mitteilte.

Beschleunigter Stadtumbau

Stattdessen hätten die Stadtverwaltung und der Stadtrat rechtzeitig reagiert und diverse Bauvorhaben auf den Weg gebracht. „Seit etwa zwei Jahren ziehen jeden Monat zwischen 75 und 90 Personen nach Delitzsch. Die Hälfte von ihnen ist unter 40 Jahre alt. Zum Teil sind es Rückkehrer“, bediente sich Wilde der Statistik. Sie alle hätten ihre Ansprüche an die Stadt, bräuchten Wohnraum und Betreuungsplätze. Und nicht jeder würde eine Plattenbauwohnung favorisieren. Deshalb bemühe sich die Stadt, den Umbau entsprechend zu gestalten und ihn auch zu beschleunigen. „Baugrundstücke werden wie Goldstaub gehandelt“, erklärte Wilde. Die Quadratmeterpreise, aber auch die Kaltmieten seien zum Teil rasant gestiegen. Wilde informiert dann über diverse Bauvorhaben, um Kita-Plätze zu schaffen, aber auch über Planungen bis ins Jahr 2021.

Von Ditmar Wohlgemuth

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