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Delitzsch Delitzscher Grundschulen werden wachsen
Region Delitzsch Delitzscher Grundschulen werden wachsen
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06:00 04.05.2017
Knapp 450 Schüler besuchen die Schule im Norden, die Grundschule am Rosenweg könnte in diesem Herbst statt drei fünf neue 1. Klassen beherbergen. Quelle: Wolfgang Sens LVZ
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DELITZSCH

Das Beste an Leipzig? Nach Ansicht vieler wohl Delitzsch. 950 Menschen zogen vergangenes Jahr zu, 715 weg und so blieb ein Plus von 235 Neu-Delitzschern, darunter 136 unter 40 Jahre alt – Leute im klassischen Alter zur Familienbildung und Häuslebauermanier. Die Region um Leipzig boomt, die Loberstadt wächst mit. Makler sprechen vom Ausverkauf des Delitzscher Immobilienmarkts, bis zu 100 neue Baugrundstücke bis 2018 will die Verwaltung möglich machen. Das hat Folgen, die Regenbogen-Kita wird wegen neuer Bevölkerungsprognosen doch nicht geschlossen und die Grundschulen in Delitzsch müssen ebenfalls mitwachsen.

Um die 240 Erstklässler

Waren früher Einschulungszahlen unter 200 Kindern die Regel, sind es im neuen Schuljahr voraussichtlich 240 Erstklässler, die in Delitzsch ihre Schullaufbahn starten. Die genaue Zahl ist noch nicht entschieden, informiert die Bildungsagentur auf Anfrage – das kann im Prinzip auch erst kurz vor Schulanfang geschehen. Denn erst Mitte Mai werden die Aufnahmebescheide verschickt. Dann können bis kurz vor knapp ja noch Anträge der Eltern auf Schulbezirkswechsel, Rückstellung oder weitere Zuzüge folgen. Gestiegene Geburtenraten und der Zuzug seien in der gesamten Region aber deutlich auszumachen, so Sprecher Roman Schulz. In Delitzsch zeigt sich das wie folgt: Wurden in den letzten fünf Jahren an der Ost- und an der Diesterweg-Grundschule immer „nur“ zwei oder drei Klassen und an der Grundschule am Rosenweg drei Klassen eingeschult, werden im Delitzscher Osten und an der Diesterweg jetzt drei Klassen eröffnet. An der Rosenweg-Grundschule im Delitzscher Norden waren es im letzten Einschulungsjahrgang bereits vier Klassen, nun werden es sehr wahrscheinlich fünf. „Delitzsch ist sehr gut aufgestellt“, sagt der Sprecher der Bildungsagentur, bauplanerisch würden die Objekte die Schülerzahlen auch möglich machen – auf gut Deutsch: es ist noch Platz für Schüler. Und voraussichtlich 2019 seien dann wieder Werte um die 200 Einschüler erreicht, was vorerst nur eine Prognose ist. Für alle drei Delitzscher Grundschulen ist in der Schulbezirkssatzung eine Maximalzügigkeit und damit maximale Schülerzahl ausgewiesen. An der Rosenweg sollen maximal 16 Klassen, an der Diesterweg maximal 12 und im Osten höchstens 10 Klassen unterrichtet werden. Von diesen Obergrenzen ist die Stadt laut Rathaus noch ein Stück entfernt. Mit „Brücken in die Zukunft“ werden Horte in Delitzsch entstehen, zunächst der Neubau an der Grundschule im Osten.

Landgemeinden kennen das Problem

Dass es aufwärts geht in Sachen Bevölkerung zeigt sich auch in den Gemeinden um Delitzsch. In Krostitz wird mit Um- und Anbauten Platz in Kindertagesstätten geschaffen. Und während im Schönwölkauer Ortsteil Wölkau noch vor ein paar Jahren wegen zu wenig Erstklässlern das Damoklesschwert der Schließung über der Gellert-Grundschule schwebte, wird dort bereits überlegt Container auf dem Gelände aufzustellen, um steigenden Einschülerzahlen zu begegnen. 2017 wird voraussichtlich wieder zweizügig eingeschult. Derzeit besuchen knapp 100 Kinder die Schule. In den möglichen Containern soll dann aber nach Möglichkeit nicht unterrichtet werden, sondern eventuell der Hort Unterschlupf finden oder sogar die Büros. Schule und Gemeinde teilen sich das Gebäude. Zudem sind in der Stadt wie auch auf dem Land die Kindergärten ausgelastet.

Von Christine Jacob

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