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Delitzsch Delitzscher Gymnasium geht im Kampf um den schlimmsten Schulhof leer aus
Region Delitzsch Delitzscher Gymnasium geht im Kampf um den schlimmsten Schulhof leer aus
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15:00 10.04.2016
Alte Gebäude und viel betonierte Fläche, das ist der Schulhof des Delitzscher Ehrenberg-Gymnasiums in der Dübener Straße. Quelle: Ditmar Wohlgemuth
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Delitzsch

Der Schulhof des Delitzscher Ehrenberg-Gymnasiums in der Dübener Straße sieht offenbar noch nicht trist genug aus, um im Wettbewerb um den schlimmsten Schulhof Deutschlands mitzuhalten. Über 700 Schulen hatte sich an einem Wettbewerb beteiligt, bei dem 20000 Euro als Zielprämie gewunken haben, um eine komplette Neugestaltung des Schulhofes anschieben zu können. Vorausgesetzt, man kommt in die engere Auswahl. „Das sind wir leider nicht“, teilte Schulleiter Frank Werner auf Anfrage mit und machte zudem gleichzeitig deutlich, dass es „wohl noch schlimmere Schulhöfe als den unsrigen“ gibt. Der Bedarf, jene Flächen und Räume zu gestalten, die den Schülern für die großen Pausen im Freien dienen, scheint deutlich höher als von den Delitzschern erwartet. „Wir hatten uns wirklich Chancen ausgerechnet“, sagt der Schulleiter, der im Einvernehmen mit dem Förderverein schon die eine oder andere Idee zur Verbesserungen einbringen könnte. Aber eigentlich muss er das ganz nicht, denn es liegt für die Schulhofgestaltung ein komplett fertiges Konzept vor. Quasi bräuchte man es nur aus der Tasche holen und mit der Umsetzung beginnen. Allerdings kostet auch wohl Millionen Euro. Und damit es auch nie aus dem Blick gerät, hat sich Frank Werner den Plan faktisch an die Wand über der Tür in seinem Dienstzimmer gehängt. Da ist alles, sogar bis auf den letzten Baum geplant. Freiluft-Sportanlagen wie Laufbahn, Kleinfeldfußballplatz und Kugelstoßanlage sind vorgesehen, sozusagen als Ergänzung zum Hallenneubau, der 2010 auf dem Gelände entstand und auch die letzte Baumaßnahme auf dem Terrain darstellt. Der Planung nach sollen alle alten Gebäude abgerissen werden, bis auf die alte Sporthalle, die als luftiger Bau, also ohne Fenster, erhalten blieben soll. Wann und wie viel von dem Projekt tatsächlich umgesetzt werden kann, sollte der Schulträger, das Landratsamt Nordsachsen, wissen. Dessen Sprecher Rayk Bergner macht jedoch wenig Hoffnung. „In nächster Zeit, also in zwei, drei Jahren, ist mit einer Umsetzung nicht zu rechen.“ Er begründet es mit anderen Aufgaben, die eine höhere Priorität haben. Für Schulleiter Werner ist die Position nachvollziehbar, die Hoffnungen will der dennoch nicht aufgeben.

Von Ditmar Wohlgemuth

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