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Delitzsch Delitzscher Handel gewappnet gegen Ladendiebstahl
Region Delitzsch Delitzscher Handel gewappnet gegen Ladendiebstahl
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00:28 25.02.2018
Mit Videoüberwachung und mehr wappnen sich Delitzscher Geschäfte gegen Ladendiebstahl. Quelle: Christine Jacob
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Delitzsch

Es wird gezählt, gesichtet, geprüft und nicht selten resigniert. Die zu Jahresanfang gelaufenen oder laufenden Inventuren in Delitzscher Geschäften belegen immer wieder: Ladendiebstahl ist auch in der Kleinstadt weiter ein großes Ärgernis.

Bauchgefühl und Technik

Mal sind es Profis, die organisiert vorgehen und mal sind es die Dreisten, die gleich wieder aus dem Laden rennen. „Wir haben schon Ladendiebe ertappen können“, schildert eine Verkäuferin im Sportladen in der Lindenstraße. Die Inventur steht noch bevor, vorab im Jahreslauf fällt immer wieder auf, dass etwas fehlt. Immerhin weiß mindestens der Ladeninhaber recht genau, was eigentlich in seinen Regalen stehen und auf seinen Bügeln hängen sollte. Manchmal werden hier sogar einzelne Schuhe geklaut. Im Laden sorgen Video-Überwachung, die an der Eingangstür vermerkt ist, und sogenannte Warensicherungsetiketten, die beim Verlassen einen Alarm auslösen, für mehr Sicherheit. Allerdings, so die Erfahrung, gelingt es den Profis manchmal, die Etiketten abzutrennen. „Am besten hilft das Bauchgefühl“, sagt die Verkäuferin.

Auf Bauchgefühl und viel Erfahrung setzt auch Eva Adam von Haushaltswaren Adam. Das Thema Ladendiebstahl sei noch ein verbreitetes Ärgernis, ihrer Erfahrung nach aber hat es abgenommen. Im Geschäft hat man jene Artikel, die schnell mal eingesteckt und vor allem als Diebesgut vermarktbar sein könnten, unter Verschluss. An teure Messer kommt hier keiner mehr einfach so ran. „Man muss sensibel für das Thema sein und sollte nicht blauäugig herangehen“, betont die Händlerin, „allerdings darf man dabei keinen Pauschalverdacht ausstrahlen.“ Es geht, so zeigt die Umfrage unter Händlern, nicht um eine bestimmte Tätergruppe – nicht generell könne man jeden Migranten in Verdacht nehmen, Ladendiebe gebe es in allen Bevölkerungsschichten.

Auf Tätergruppe eingeschossen

Doch schon recht eingeschossen auf eine bestimmte potenzielle Tätergruppe scheint man dagegen in den Supermärkten und Drogerien, wo hinter vorgehaltener Hand über das Thema gesprochen wird. Kameras gehören zum Standard, Warensicherungsetiketten sind weit verbreitet. Und die Alarmglocken des Personals, vor allem in Altstadtnähe, schrillen, wenn eine Gruppe Jugendlicher den Markt betritt. Viele der Jugendlichen, die vor allem am Delitzscher Wallgraben ihre Freizeit verbringen wollen, sind demnach auf Alkohol aus. Die wenigsten dürften ihn rechtmäßig erwerben, immer wieder seien in der Vergangenheit Flaschen verschwunden – also werden die Teenager besonders beäugt, wobei eine bestimmte Clique schon bestens bekannt ist.

Schlimmer Trickbetrug 2016

Der krasseste Fall von Ladenkriminalität in der Vergangenheit bleibt jener Trickbetrug, der der Goldschmiede in der Eilenburger Straße widerfahren ist. Rund 16 500 Euro Schaden entstanden im November 2016. Ein Mann hatte eine später dann entlassene Mitarbeiterin vor dem Schaufenster in ein Gespräch verwickelt, ein anderer hat in der Zwischenzeit die Goldladen ausgeräumt. Die Goldschmiedin arbeitet immer noch daran, den Schaden wieder auszugleichen.

Von Christine Jacob

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