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Delitzsch Delitzscher Heiligbrunnen unter der Lupe
Region Delitzsch Delitzscher Heiligbrunnen unter der Lupe
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11:00 26.02.2019
Der Heiligbrunnen im Delitzscher Stadtpark ist in keinem guten Zustand. Quelle: Christine Jacob
Delitzsch

Flatterband und Messgerät. Ingenieure und Vermesser, die sich in die Arbeit und damit den Morast knien. Nur ein paar Stunden. Aber vielleicht sind die entscheidend über die Zukunft des Heilgbrunnens im Delitzscher Stadtpark. Der Bergbausanierer LMBV hat vergangene Woche nach eigenen Aussagen Voruntersuchungen am Heiligbrunnen durchführen lassen.

LMBV vertröstet

Allerdings könne man erst im zweiten Halbjahr mehr sagen, vertröstet die Pressestelle auf Anfrage und macht keine näheren Angaben zum genauen Grund und Zweck der Untersuchungen. Es sei noch zu früh, Aussagen zu treffen, wie es genau mit der historischen Anlage weitergehen kann.

Delitzsch hofft auf Mittel

Dennoch ist man in der Stadtverwaltung guter Hoffnung. Denn immerhin tut sich jetzt überhaupt etwas, es hat zumindest Untersuchungen gegeben. Vor Jahren schon wurden die Schäden am Heiligbrunnen als Grundwasserschaden angezeigt, doch es gab Absagen und die LMBV war nicht bereit, in das Sanierungsboot mit einzusteigen. Nun kam letztes Jahr der Sinneswandel und der Bergbausanierer kündigte zumindest Untersuchungen an. Die Grundannahme dahinter ist, dass das Auf und Ab des Grundwassers an der schlechten Situation schuld ist. Rund um den Brunnen ist der Boden morastig und einige Bäume haben ihr Leben gelassen, im Brunnen selbst gedeihen höchstens Algen rund um den Müll, der dort immer wieder achtlos entsorgt wird. Mit dem Braunkohleabbau fiel das natürliche Wasserbecken vor dem Brunnen einst trocken. Als Abhilfe wurde zu DDR-Zeiten eines aus Beton gebaut. Nun scheint dieses Betonbecken von außen unter Druck geraten zu sein, seit der Grundwasserspiegel mit dem Ende des Tagebaus wieder ansteigt. Auch einige Bäume rund um den Brunnen mussten wegen Schäden weg. Vermutet wird, dass sie direkt um den Brunnen schlicht zu nass standen.

Ziel ist es, den Heiligbrunnen wieder nach historischem Vorbild herzustellen. Das heißt wieder Naturteich statt Betonbecken unter dem Wasserspeier. Dazu muss eine Abflussmöglichkeit hin zum Mühlgraben geprüft werden. Im Delitzscher Rathaus ist man recht optimistisch, dass der Bergbausanierer helfen wird, den Brunnen damit wieder zum alten Glanz zu führen.

Von Christine Jacob

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