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Delitzsch Delitzscher Helfer fordern bessere Bedingungen
Region Delitzsch Delitzscher Helfer fordern bessere Bedingungen
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14:00 04.07.2018
Das DRK Delitzsch sammelt beim Stadtfest Unterschriften für die Helfer-Petition. Vorstandsmitglied Jan Schweiger, Präsident Patrick Paproth und Dennis Oehmichen, der als Leiter des Kreisjugend-Rotkreuzes fungiert, (von links) erklären, worum es geht.   Quelle: Heike Liesaus
Delitzsch

Manchmal muss gar nicht lange gebeten oder erklärt werden: „Ich habe schon lange verfolgt, was im Ehrenamt geleistet wird und dass es keine richtige Anerkennung findet“, erklärte Linus Heinisch, Besucher des Delitzscher Stadtfestes, gemeinsam mit Ehefrau Waltraut unterschrieb er auf der Petitionsliste, die vor Dennis Oehmichen lag. Er und die anderen Helfer vom DRK sicherten diesmal nicht allein die Veranstaltung ab, sondern sammelten auch Unterschriften für die sachsenweite Aktion „Status 6 – nicht einsatzbereit“. Helferorganisationen fordern damit bessere Bedingungen für ihre ehrenamtlichen Einsatzkräfte. „Ich hatte davon gelesen und mir vorgenommen, wenn ich Gelegenheit habe, gebe ich meine Unterschrift“, sagte auch Lothar Schulz und seine Frau Ingrid betonte: „Für soziale Berufe gilt das überhaupt.“

Nachwuchssorgen

Insgesamt kamen circa 600 Unterschriften allein beim Stadtfest zusammen. Auch Jan Schweiger, Vorstandsmitglied im DRK-Kreisverband Delitzsch, erklärte Hintergründe: „Die Feuerwehrleute bekommen für die Einsätze Lohnfortzahlungen. Bei uns werden die Helfer vom Arbeitgeber bei gutem Willen freigestellt.“ Es gibt zwar viele entgegenkommende Arbeitgeber, aber als 2013 beim Hochwasser der Katastrophenfall ausgerufen wurde und die Kräfte angefordert wurden, mussten einige am Ende ihre Urlaubstage dafür opfern, um zu helfen. Auch der Delitzscher DRK-Kreisverband hat Nachwuchssorgen. Und Aussichten auf Erschwernisse schrecken Interessenten ab. „Wir sammeln sogar dafür, die Ehrenamtlichen mit ordentlichen Klamotten auszustatten“, so Schweiger. Dabei gehen Spenden und die Zahl derjenigen, die einfach über einen monatlichen Mitgliedsbeitrag Unterstützung leisten, zurück. Auch der Wehrersatzdienst hatte früher junge Männer mit dem DRK bekannt gemacht, die dann dabei blieben. Auch Jan Schweiger ist so dazugekommen.

Gleichstellung der Helfer ist gefordert

Auslöser der Petition war ein Millionen Euro schweres Förderpaket, das der Freistaat für die Feuerwehren aufgelegt hatte. Die anderen Helfer im Katastrophenschutz aber waren erneut vergessen worden. Die Ehrenamtler von DRK, Johanniter, Malteser, ASB und DLRG fordern die juristische Gleichstellung der Hilfsorganisationen, ein Förderprogramm für die Katastrophenschutz-Ausrüstung sowie höhere Fördersätze für deren Unterhaltung. In anderen Bundesländern gibt es die Gleichstellung bereits.

Die Unterschriften für die Petition können auch online auf www.openpetition.de/petition/online/status6-helfergleichstellung-in-sachsen-jetzt geleistet werden. Listen liegen auch beim DRK-Kreisverband in Delitzsch, Eilenburger Straße 65, aus.

Von Heike Liesaus

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