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Delitzsch Delitzscher Hotels profitieren von Großveranstaltungen in der Messestadt
Region Delitzsch Delitzscher Hotels profitieren von Großveranstaltungen in der Messestadt
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00:00 02.10.2017
Mit Parkplatz im Hinterhof und in Bahnhofsnähe hat die Hotel-Pension Zur Linde in Delitzsch einen Standortvorteil. Quelle: Thomas Steingen
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Delitzsch

Eine Großstadt wie Leipzig unmittelbar vor der Nase zu haben, kann durchaus von Vorteile sein. So beschert das Wachstum in der Messestadt Delitzsch derzeit Zuzüge, von denen am Lober vor Jahren nicht zu denken war. Zum anderen zieht das Leipziger Flair Kunden aus dem Umland ab. Doch was bedeutet das für den Hotelsektor?

„Natürlich profitieren wir von der Nähe zu Leipzig. Wir merken, wenn dort Großveranstaltungen oder Kongresse sind. Auch Messen machen sich bemerkbar, aber nicht alle. Dies richtet sich halt nach deren Größe“, sagt Gabriele Mertzsch, Inhaberin der Hotel-Pension Grüne Linde in Delitzsch. Negativ wirke sich aus, dass Messebesucher, seit es die S-Bahn gibt, einen extra Fahrschein nach Delitzsch kaufen müssen. Vorher war auch die Fahrt nach Delitzsch in der Messeeintrittskarte enthalten. „Dies wieder so zu machen, wäre für mich Wirtschaftsförderung“, so die Delitzscher Geschäftsfrau.

Gute Verkehrsanbindung

Aufgrund des Charakters der Leipziger Events sind bei ihr Gäste und deren Aufenthaltsdauer sehr unterschiedlich. Es übernachten Privatleute, Familien, Kongressbesucher, Geschäftsleute, Messeaussteller und -besucher, Monteure, Vertreter. Im Durchschnitt bleiben die Gäste zwei bis drei Nächte. „Zu uns kommen Leute, die es etwas gemütlicher haben möchten, nicht in die Großstadt wollen, weil der Preis nicht so hoch wie in Leipzig und die Lage zur Messe günstig ist. Zudem sind wir verkehrstechnisch gut zu erreichen. Wenn in Leipzig nichts mehr gibt, profitieren wir ebenfalls.“

Letzterem stimmt auch Gerhard Röhm zu. Er betreibt mit dem „Akzent Hotel“ und dem „Goldenen Adler“ zwei Häuser in Delitzsch. „Wenn in Leipzig die Betten voll sind, weichen die Besucher ins Umland aus“, schildert Röhm. Er hat aber Befürchtungen, dass sich das ändern werde, wenn in Leipzig, wie angekündigt, weitere 1000 Hotelbetten entstünden. Den Weg, weil es derzeit boomt, immer mehr Hotels zu bauen, bezeichnet er als bedenklich. In diesem Zusammenhang sieht er auch eine Gefahr, dass den Delitzscher Beherbergungsbetrieben künftig Kunden verloren gehen könnten, wenn das neue Hotelprojekt am Wasserturm umgesetzt wird. „Es sei denn, dieses Hotel steigt mit einer anderen Preisstruktur ein.“

Bescheidene Gastronomie

Als Vorteil für seine Hotels nennt Röhm die Zertifizierung als 3-Sterne-Häuser. „Damit wissen die Gäste, was sie erwartet.“ Die bescheidene Gastronomie in der Loberstadt sei hingegen ein Nachteil. Das Pflaster in der Ritterstraße und die damit verbundene Lärmentwicklung ebenso. Unbefriedigend ist auch die Parkplatzsituation in der Altstadt. „Hilfreich wäre, wenn das Parkhaus der Sparkasse in der Halleschen Straße mit genutzt werden könnte. Aber hierfür ist noch keine Lösung gefunden worden“, so der Hotelbetreiber.

„Wir profitieren von der Nähe zu Leipzig erheblich, vor allem in den Sommermonaten“, bestätigt auch Norbert Teresniak, Inhaber des Land-gut-Hotels „Schenkenberger Hof“. Zwei Gründe zählt er auf: die Ruhe auf dem Land und die etwas günstigeren Preise, die beim ihm im Gegensatz zu Leipzig übers Jahr stabil bleiben. „Der Rückzug der Games-Convention aus Leipzig war auch für uns ein Verlust. “

Sein Haus steuern gern Geschäftsreisende an. Viele davon seien Stammkunden. Steigend sei die Zahl der Kurzurlauber. „Angezogen durch die Seenlandschaft wächst der Radtourismus stetig“, hat der Schenkenberger Hotelier festgestellt.

Von Thomas Steingen

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