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Delitzsch Delitzscher Hüpfburgenvermieter ist immer auf dem Sprung
Region Delitzsch Delitzscher Hüpfburgenvermieter ist immer auf dem Sprung
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16:00 19.04.2017
Lars Hahlweg hat in den bunten Burgen seinen Traumberuf gefunden. Quelle: Foto: Christine Jacob
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BENNDORF

Zusammengerollt erinnern sie an Strohballen, die als bunte Planen in einer großen Garage auf ihren Einsatz warten. Entfalten sie sich, bedeuten sie Spaß pur. Bis zu 250 Kilo schwer pro Stück und kompakt gerollt liegen mehr als 35 solcher Bündel im Lager von Lars Hahlweg. Der Benndorfer ist Hüpfburgenvermieter.

Und er ist immer auf dem Sprung. Kundentermine führten ihn in den vergangenen Tagen nach Kassel und Berlin, Aufträge warten in der Region, in Grimma, Bitterfeld, Borna oder Rötha – hier und da. Ab 50 Euro kann man die bunten Burgen, Kletterwände, Rutschen und Landschaften mieten. „Die Saison geht von April bis in den Herbst“, erzählt der 37-Jährige. „Besonders stressig wird es zur Einschulung im August, da will jeder eine Hüpfburg.“ Seit fünf Jahren ist Lars Hahlweg Hüpfburgenvermieter, eine Rolle spielen sie in seinem Leben schon seit 1997. Da wurde in der Familie, die sich auf Events spezialisiert hat, das erste dieser spaßbetonten Luftschlösser angeschafft. Lars Hahlweg hat daraus ein Geschäft gemacht, vermietet Hüpfburgen in allen erdenklichen Formen und in Größen von zwei mal zweieinhalb Meter bis zu sechs mal sieben Meter und drei mal zehn Meter großen Hindernisbahnen.

Eigentlich wollte er Erfinder werden. Und er hätte sich früher nicht ausgemalt, mal an einer getunten Nähmaschine zu sitzen, die Planen von Hüpfburgen zu reparieren und dabei auch noch Freude zu haben – aber wenn er die strahlenden Augen der Kinder sieht, wenn die seine Springlandschaften erobern, weiß er einen Traumjob gefunden zu haben.

Dabei ist der gar nicht so einfach. Zwar ist eine der Burgen innerhalb von nicht mal einer Stunde per Gebläse auf jedweder Freifläche aus Gras oder auch Beton, bei Bedarf auch in großen Garagen aufgebaut, doch das Drumherum macht den Unterschied. „Bei uns kommen keine einfachen Planen, sondern ein Teppich drunter“, schildert Lars Hahlweg. Das A und O bei jeder Hüpfburg ist die feste Verankerung, sodass die Burg nicht kippen oder bei Wind weggeblasen werden kann. Eine der kleinen Hüpfburgen hat er auch schon in einem Wohnzimmer aufgestellt – vorher jedoch ganz akribisch kontrolliert, dass die Wände weit genug weg sind, sodass nicht eines der Kinder aus Versehen an sie prallen könnte. „Und die Hüpfburg muss zu den Kindern, ihrer Zahl und dem Anlass passen“, betont der 37-Jährige. Darum legt er Wert auf ausführliche Kundengespräche. Nach jeder Vermietung wird die Hüpfburg gereinigt und auf eventuelle Schäden kontrolliert. Bei guter Pflege können die Modelle, die besten kommen aus England, bis zu 15 Jahre halten. Und so lange mindestens will Hahlweg auch immer auf dem Sprung bleiben.

Von Christine Jacob

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