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Delitzsch Delitzscher Industrieunternehmen DSD wächst
Region Delitzsch Delitzscher Industrieunternehmen DSD wächst
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06:02 21.04.2018
Geschäftsführer Thomas Roeder zeigt auf die Baustelle der DSD Rohrtechnik Delitzsch, wo eine neue Halle, Büros und eine Freifläche entstehen. Quelle: Frank Pfütze
Delitzsch

Bei der DSD Industrie Rohrtechnik GmbH (DSD IRT) in der Delitzscher Carl-Friedrich-Benz-Straße rollen die Baufahrzeuge. Konkret die Planierraupen und Walzen. Erdarbeiten sind angesagt. Die bereiten das neue, fast 13 000 Quadratmeter große Gelände unmittelbar am bestehenden Firmensitz für ein weiteres Standbein der DSD-Gruppe vor.

Das Stahlbauunternehmen DSD IMO gehört seit 1. Februar dazu, als eigenständige Tochter neben der DSD Industrie Rohrtechnik auf dem Delitzscher Gewerbegebiet Südwest. Vater beider Töchter ist Thomas Roeder (49). Und für die jüngste Tochter entsteht ein neues Betriebsgelände mit 600 Quadratmetern Bürofläche, einer 2100 Quadratmeter großen Lagerhalle und knapp 2300 Quadratmetern befestigter Freifläche zur Lagerung von Werkzeugen und technischer Ausrüstung. DSD investiert einen mittleren einstelligen Millionenbetrag. Als Bau-Unternehmen konnte die Firma Tröpgen aus Torgau verpflichtet werden.

90 Millionen Euro Umsatz seit 2011

Die sehr gute Marktlage habe im vergangenen Jahr die Entscheidung reifen lassen, eine Sparte Stahlbau auf die Beine zu stellen. Für das dabei anstehende leidige Thema der Akquirierung von Fachpersonal wurde eine Lösung gefunden. Die ausgeschriebenen Stellen wurden mit Mitarbeitern besetzt, welche über langjährige Erfahrung verfügen und aus dem Großraum Sachsen kommen. Insgesamt wurden 60 Mitarbeiter eingestellt. 6 von ihnen arbeiten in der Verwaltung, 54 in der Montage. „Mit dieser Entscheidung wird der Standort Delitzsch aufgewertet und gestärkt, nicht zuletzt, weil in sich ergänzende Produktpaletten angeboten werden können“, so der Geschäftsführer. Die DSD IRT habe seit dem Start 2011 rund 90 Millionen Euro Umsatz gemacht. Eine starke Zahl auch im Konzern.

Große Stahlbaukonstruktionen aus Delitzsch

Der Name IMO steht für Industriemontagen. Bei der Wahl des Firmenstandortes in Delitzsch haben die Mitarbeiter entschieden. Denn auch Markranstädt war als Firmensitz im Gespräch. Langfristiges Ziel sei es nun, große Stahlbaukonstruktionen wie Kranbahnen, Hallen und Brücken in Delitzsch zu planen und die gesamte Konstruktion dafür zu übernehmen. Der Fertigungsauftrag geht dann an ein Unternehmen in der DSD-Gruppe oder an ein Partnerunternehmen. DSD IMO übernimmt danach wieder die Montage auf der Baustelle vor Ort.

Wir sind ein technischer Baukasten

„Wir haben eine Philosophie für beide Bereiche: Wir sind ein technischer Baukasten. Kundenwünsche erfüllen wir schnell und flexibel von der Planung über die Fertigung bis zur Montage. Möglich ist alles, was denkbar ist“, sagt Thomas Roeder. Aktuell kommen die IMO-Mitarbeiter mit Containern als Zwischenlösung am Standort Delitzsch klar. Aktuelle Baustellen der DSD IMO sind Brückenbaustellen in Heilbronn, Regensburg und Filstal; für eine Raffinerie in Schwedt werden Stahlkonstruktionen geplant, angefertigt, geliefert und montiert; in Koblenz wurden Teile einer Mälzereianlage saniert und repariert; in der Schweiz wird die Stahlkonstruktion eines Kraftwerkes montiert; in Bitterfeld werden Stahlbühnen in einer vorhandenen Halle aufgestellt. Ende des Jahres soll der Bezug der neuen Betriebsstätte durch die Mitarbeiter der DSD IMO erfolgen.

Bereits im vergangenen Jahr hat die DSD Industrie Rohrtechnik GmbH seine Gebäudekapazitäten erweitert. Der Anbau an den bestehenden Bürokomplex wurde im Januar in Betrieb genommen. Derzeit hat das Delitzscher Unternehmen, das auf der Gemarkung Wiedemar seinen Standort errichtet hat, 60 festangestellte Mitarbeiter. Weitere 60 beschäftigt die DSD IMO. In Summe also 120.

Die DSD Industrie Rohrtechnik GmbH bietet ihren Kunden ganzheitliche Lösungen in den Bereichen Anlagenbau (Komponenten, Stahl-, Edelstahl- und Kunststoffrohrleitung), technologischer Stahlbau sowie Wassertechnik an. Der Service reicht dabei von der Konzeptfindung über die Planung und Fertigung bis hin zur Montage und Inbetriebnahme. Die Auftragsbücher seien inzwischen bis Mitte 2019 sehr gut gefüllt.

DSD beschäftigt am Standort Delitzsch fünf Lehrlinge und möchte ab September insgesamt weitere acht junge Leute in den Bereichen Rohrtechnik und Stahlbau ausbilden. Die Übernahme-Chancen und auch Qualifizierungs-Möglichkeiten seien sehr gut, sagt der Geschäftsführer.

Bewerbungen / Anfragen an iris.witters@dsd-irt.com

Von Frank Pfütze

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