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Delitzscher Innenstadt ist Ziel von Einbrechern

Einbrüche Delitzscher Innenstadt ist Ziel von Einbrechern

Die Meldungen über Einbrüche in Wohnungen und Geschäftsräume in Delitzsch häufen sich. Die Angst geht um: Bei wem steigen die Einbrecher als nächstes ein? Betroffen sind derzeit vor allem Gebäude in der Innenstadt. Geschäftsleute rüsten auf, teuere Sicherheitstechnik wird angeschafft. Es wird allerdings auch mehr Präsenz der Polizei gefordert.

Polizeibeamte sichern Fingerspuren an einem Fenster nach einem Einbruch.

Quelle: dpa

Delitzsch.  

Die Meldungen über Einbrüche in Wohnungen und Geschäftsräume in Delitzsch häufen sich in den vergangenen Wochen. Die Angst geht um: Bei wem steigen die Einbrecher als nächstes ein? Betroffen sind derzeit vor allem Gebäude in der Innenstadt. Geschäftsleute rüsten auf, teuere Sicherheitstechnik wird angeschafft. Es wird allerdings auch mehr Präsenz der Polizei gefordert.

Bei Friseurmeisterin Silke Rust in der Schulstraße haben Einbrecher vergeblich versucht, ins Innere des Hauses zu kommen. Fenster und Eingangstür hielten der rohen Gewalt stand, allerdings hinterließ das Werkzeug deutliche Spuren. „Offensichtlich hatten die vor, in den Salon zu gelangen“, erklärte sie. Geld gibt es dort nicht, die Kasse wird zum Feierabend geleert. Was die Eingangstür betrifft, die kann ausgebessert, muss nicht gewechselt werden. „Wir haben uns offensichtlich was die Qualität betrifft, damals richtig entschieden“, erklärte Silke Rust. Auch wenn die Verbrecher nicht zum Ziel kamen, es bliebe immer ein unangenehmes Gefühl zurück, sagte sie weiter. Sie sei nicht die Einzige, die hier ungebetene Besucher erhielt. „Das natürlich die Leute natürlich hier im Geschäft.“ Die Häufung sei für sie schon erschreckend. Als sie den Einbruchsversuch bei der Polizei meldete, hätten sich die Beamten sofort vor Ort umgeschaut. Ähnlich gute Erfahrungen habe sie schon Ostern gemacht. Man war um die Sicherheit besorgt und habe entsprechend reagiert. “Das tat mir gut“.

Gleich zwölf Einbrüche in Wohnungen, Büros oder Keller registrierte die Wohnungsverwaltung Zieschang und Müller in Delitzsch. Deshalb riet sie ihren Mietern, dringend Hauseingangs- und Kellertüren zu verschließen. Sie bat zudem Hausratsversicherungen zu prüfen, ob sie genügend Deckung haben. „Auch wäre mehr Polizeipräsenz auf den Straße sicher hilfreich“, heißt es in einer Mitteilung bei Facebook.

Klaus Kabelitz, Leiter des Delitzscher Polizeireviers, sieht in der derzeitigen Lage „keinen gravierenden“ oder gar „besorgniserregenden“ Anstieg von Einbruchsstraftaten. „Es sind einige mehr als sonst um diese Jahreszeit“, räumte er dennoch ein. Anzeichen für die Tätigkeit von Banden oder vielleicht einer „Einbruchsserie“ sieht er nicht. In allen Fällen, die zur Anzeige gebracht werden, werde mit Hochdruck ermittelt. Es gebe Hinweise auf mögliche Täter. Momentan hält er sich jedoch aus ermittlungstaktischen Gründen mit Details zurück. „Nur so viel: Es ist die übliche Vorgehensweise bei Wohnungseinbrüchen, es werden also keine besonders raffinierten Tricks und Techniken angewandt.“

Silke Rust erklärte dazu, dass dies vielleicht statistisch gesehen stimmen mag, „aber gefühlt ist es ganz anders“. Auch in der Eilenburger Straße wurden Geschäftsleute Opfer von Einbrechern. Sie hinterließen zum Teil erheblichen Sachschaden, Ware wurde zwar zum Abtransport bereitgelegt, aber offenbar wurden die Täter später gestört und mussten ohne Beute sie abziehen. Auch in diesem Fall werden die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt, wie der betroffene Geschäftsmann mitteilte.

Seit November fördert die KfW-Bankgruppe gezielte Einzelmaßnahmen zum Schutz gegen Wohnungseinbrüche. So wird zum Beispiel der Einbau von einbruchshemmenden Haus- und Wohnungseingangstüren ebenso gefördert wie die Nachrüstung von Einbruchsmeldeanlagen. Die Mittel können sowohl Vermieter als auch Mieter beantragen. Die Investitionsgrenze liegt bei 15 000 Euro. Momentan gibt es einen Investitionszuschuss von zehn Prozent, ab 1. April kommenden Jahres werden zinsgünstige Kredite angeboten.

Von Ditmar Wohlgemuth

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