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Delitzsch Delitzscher Innenstadthändler setzen auf Kundenbindung
Region Delitzsch Delitzscher Innenstadthändler setzen auf Kundenbindung
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06:00 24.05.2016
Das Fashion Outlet Halle Leipzig in Brehna ist seit einen Monat geöffnet. Quelle: André Kempner
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Delitzsch

Vor fast genau einem Monat wurde das Fashion Outlet Halle/Leipzig in Brehna eröffnet. Es ist das zwölfte in Deutschland, das erste in Mitteldeutschland und unmittelbar an der Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt gelegen. 40 Marken-Boutiquen mit über 100 Top-Marken können in einer durchgehend überdachten Mall besucht werden. Sie haben Montag bis Sonnabend von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Wie kommen Delitzscher Einzelhändler mit dem übermächtigen Mitwettbewerber in der Region zurecht?
http://www.lvz.de/Mitteldeutschland/Wirtschaft/Kunden-stuermen-neues-Outlet-Center-in-Brehna-bei-Leipzig

Professioneller Umgang erforderlich

„Jammern hilft nicht“, sagt Stefan Adam, Inhaber des gleichnamigen Haushaltwarengeschäftes in der Eilenburger Straße und stellvertretender Vorsitzender der Werbegemeinschaft. Weil es das FOC in Brehna nun mal gebe, müssten die Delitzscher Händler offensiv und professionell mit der Situation umgehen. „Delitzsch hat eine gewachsene Innenstadt und genug Potenzial. Das FOC ist nicht unser Maßstab. Wir müssen überlegen, wie wir uns gegen die Leipziger Innenstadt behaupten können“, ergänzte Adam. Enge Kundenbeziehung und -bindung sieht er als Chance im Wettbewerb. Kunden schätzten laut Adam den individuellen Einkauf in Delitzsch.

Branchenmix für die Innenstadt

Klaus Littmann, Inhaber von Littmann Schuhe, setzt der Konkurrenz in Brehna kompetente und freundliche Bedienung entgegen. „Wir haben eine große Auswahl, bieten Serviceleistungen wie das Weiten von Schuhen kostenlos an. Wir müssen unsere Stammkunden halten, darauf kommt es an“, sagte er. Auch ihn freut es, wenn hin und wieder Leipziger bei ihm einkaufen kommen. Er befürchtet, dass in Delitzsch weitere Geschäfte schließen könnten, so wie gegenüber die Boutique Elke. „Es braucht einen gesunden Branchenmix, nur so können wir voneinander profitieren.“ Vor allem Textilgeschäfte müssten in der Stadt bleiben.

Vorteile der Kleinstadt nutzen

Natürlich sei das FOC vor der Nase schlecht für die Innenstadthändler. „Aber ich habe mit Kunden gesprochen, die unzufrieden von dort zurückgekehrt sind. Sie haben dort nichts gefunden“, erzählte Dirk Köpnick vom Jeansladen Pick up. Auch er lebt vor allem von Stammkunden und hat bisher wenig Auswirkungen durch das FOC gespürt. Allerdings sieht er sehr wohl auch die Gefahr für die Innenstadthändler. „Ich habe noch Glück, dass es Marken, die ich führe, im FOC bisher nicht gibt.“ Wichtig sei für ihn, den persönlichen Kontakt zu den Kunden zu pflegen. „Wir kennen die Kunden, ihre Geschmäcker und Größen. Das ist ein Vorteil einer Kleinstadt.“ Er wünscht sich wieder einen Innenstadtkoordinator, sodass mehr Aktionen möglich werden. Die Händler allein könnten das nicht leisten.

Wunsch: Mehr Hilfe von der Stadt

„Im Moment ist es generell ein bisschen ruhiger“, stellte Diana Wylegalla fest. Ob es aber daran liegt, das jetzt mehr Leute im FOC einkaufen gehen, mag sie nicht beurteilen. „Die ersten 14 Tage wollte viele Kunden vielleicht mal schauen, aber die Stammkunden bleiben uns treu“, sagte sie. Sie habe Kunden, die die individuelle Beratung schätzen. Eine solche könne man im FOC nicht erwarten, meinte sie. „Wir sind jetzt 22 Jahre mit Sport und Freizeit auf dem Markt, wir werden es auch mit dem FOC in Brehna bleiben“, ist sie sich sicher. Allerdings wünsche auch sie sich, das die Stadt mehr für ihre Händler tue, damit sie bleiben, den Wettbewerbsdruck besser aushalten.

Von Ditmar Wohlgemuth

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