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Delitzsch Delitzscher Jugendhaus Yoz informiert über Gefahren von Drogenmissbrauch
Region Delitzsch Delitzscher Jugendhaus Yoz informiert über Gefahren von Drogenmissbrauch
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09:18 30.08.2016
Eine Rauschbrille wie diese konnten die Besucher des Yoz am Wochenende ausprobieren. Quelle: M.S. a. LE
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Delitzsch

Der Andrang zu den Veranstaltungen des zurückliegenden Drogenpräventionswochenendes im Delitzscher Jugendhaus Yoz hatte Potenzial nach oben. Olaf Quinque, Leiter des Hauses in Trägerschaft des DRK-Kreisverbandes Delitzsch, sprach am Freitag von etwa 50 Besuchern, am Sonnabend waren es vielleicht 70. „Ein paar mehr hätten es durchaus sein können“, sagte Quinque. „Wir sind aber keine Schule, die Klassen zur Teilnahme verpflichten können. Zu uns kamen die, die sich ehrlich informieren wollten. Sie kamen freiwillig.“

Das Interesse an der Thematik sei durchaus vorhanden. Viele probierten insbesondere auch die Rauschbrille aus, erfuhren so an sich selbst, welche Auswirkungen Drogen, hier vor allem der Alkoholmissbrauch, haben können. Die Probanden hatten eine eingeschränkte Rundumsicht, erfuhren, was Doppelsehen bedeutet, letztlich kam es zu Fehleinschätzungen für Nähe und Entfernung. Den aufgebauten Parcours zu absolvieren, fiel allen schwer. „Wir werden mit der Thematik weiter verantwortungsbewusst umgehen. Ob es wieder Veranstaltungen in der Größenordnung sein werden, steht noch nicht fest“, so der Yoz-Leiter. Die ausgefallene Buchlesung mit Uli Borowka soll auf jeden Fall nachgeholt werden.

Gefreut haben sich die Organisatoren um Katharina-Elisabeth Naujoks über das Engagement der Deutschen Bank Schkeuditz. Sie waren nicht nur mit Mitarbeitern vor Ort, um das Projekt personell zu unterstützen, sie ermöglichen auch mit einer Spende die Finanzierung einer Außenlichtanlage. Die Bankmitarbeiter hatten im Vorfeld des Aktionswochenendes unter anderem auch Kontakt zu Musikgruppen aufgenommen, die im Yoz auftreten sollten. Am Wochenende selbst waren die Bänker dann mit einem Infostand dabei, gaben auch Getränke an die Jugendlichen aus. Die Polizei war nicht eingeladen. Der Delitzscher Revierleiter Klaus Kabelitz kann sich allerdings nicht vorstellen, wie dann Drogenprävention nachhaltig funktionieren soll. Drogenaufklärung sei eine gemeinsame Aufgabe, zu der auch die Fachkräfte der Polizei beitragen können.

Von Ditmar Wohlgemuth

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