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Delitzscher Kita Regenbogen: Unruhe wegen Schließungsplänen

Kinderbetreuung Delitzscher Kita Regenbogen: Unruhe wegen Schließungsplänen

Nach Bekanntwerden von Schließungsplänen für die Kita Regenbogen im Delitzscher Norden machen sich Eltern und Erzieher Gedanken um die weitere Entwicklung. Die Stadtverwaltung spricht von einer Strukturanpassung. Im LVZ-Gespräch versucht Oberbürgermeister Manfred Wilde, die Lage zu beruhigen.

Die Kita Regenbogen in der Gellertstraße soll ab Ende 2019 geschlossen werden.

Quelle: Wolfgang Sens

Delitzsch. Die Kita- und Hortlandschaft in Delitzsch steht vor einer weitreichenden Strukturanpassung. Der Eingriff soll Entlastung schaffen, sorgt aber zunächst auch für Verunsicherung. Eltern und Mitarbeiter in der für die Schließung vorgesehenen Kita Regenbogen machen sich Gedanken über die Zukunft. Im Delitzscher Osten wird die Entwicklung ebenfalls mit Interesse verfolgt, schließlich geht es für die Grundschule und die sanierungsbedürftige Oberschule Artur Becker um Substanzielles. Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos) versucht auf LVZ-Nachfrage zu beruhigen: „Die Betreuung der Kinder aus der Kita Regenbogen ist auch nach der Schließung gesichert, wobei die Einrichtung nicht vor Ende 2019 geschlossen wird.“ Außerdem werde sich der Arbeitsmarkt für Delitzscher Erzieherinnen im Zuge des Strukturwandels eher erweitern als verengen.

Die Stadtverwaltung will die ehemalige Westschule in der Straße der Freundschaft zum Hort ausbauen. Kalkuliert wird mit rund 1,4 Millionen Euro Investitionssumme, davon 1,05 Millionen Euro Zuschuss vom Land. Ob das gelingt, ist noch nicht ganz sicher – ein Förderbescheid liegt noch nicht vor, wird erst ab September erwartet. Das Gebäude wird ohnehin zunächst für die Oberschüler aus Delitzsch-Nord benötigt, die sanierungsbedingt ab dem nächsten Schuljahr im Ausweichquartier unterrichtet werden.

Entlastung für mehrere Einrichtungen

Immerhin: Der Arbeitstitel „Hort an der Loberaue“ macht im Rathaus schon die Runde. 300 Kinder sollen dort Platz finden – speziell Knirpse aus der Grundschule am Rosenweg, die derzeit auf fünf Horte aufgeteilt werden beziehungsweise ohne Hortplatz auskommen müssen: Die Bedarfsdeckung im Norden liegt laut Stadtverwaltung derzeit bei 71 Prozent. Die zusätzlichen Kapazitäten in der Straße der Freundschaft sollen in den anderen Einrichtungen spürbare Entlastung bringen. Und eine rund 2,9 Millionen Euro teure Sanierung der Kita Regenbogen entbehrlich machen. „Für die Kinder aus diesem Haus ist gesorgt“, beteuert OBM Wilde. Auch für die dortige Tagespflege der Diakonie. Für sie ist das Ex-Bundeswehrwohnheim in der Stauffenbergstraße im Gespräch, seit April im Eigentum der Wohnungsgesellschaft.

Die Praxis sieht allerdings emotionaler aus als die nüchterne Theorie. Immerhin ist die Kita Regenbogen eine der größten Kindertagesstätten in Delitzsch. „Sie besitzt ein wunderschönes Außengelände mit mehreren Spielplätzen, die hauseigene Küche wurde erst kürzlich saniert und das Betreuungskonzept ist super“, schreibt Kathrin Günther an die LVZ, deren Kinder die Einrichtung besuchen. Insbesondere moniert sie, dass es „noch keinerlei konkrete Informationen darüber gibt, was mit den Kindern und dem kompetenten Personal passieren soll“. Und mit den Erziehern. Die Kita wird von der Diakonie betrieben – in Rede steht, dass der freie Träger als Ausgleich für die Schließung die derzeit städtische Kita Zauberhaus in Schenkenberg übertragen bekommt. Die ist allerdings deutlich kleiner. Außerdem: „Über die künftigen Trägerschaften der Einrichtungen wird frühestens 2017 verbindlich entschieden. Das ist Sache des Stadtrates“, sagt Wilde. Durch die zusätzlichen Kapazitäten im Delitzscher Norden und Osten – etwa 230 Hort- und 70 Kita-Plätze mehr ab 2020 – würden stadtweit aber über 20 weitere Erzieherstellen entstehen, fügt er hinzu.

Kein Platz für Artur-Becker-Oberschüler

Fest steht, dass die Stadt das Regenbogen-Gebäude nach der Ausmusterung abreißen oder verkaufen will. Eine Verpachtung komme nicht in Frage. Als sicher gilt auch, dass die Ex-Westschule nicht zum Ausweichobjekt für die Artur-Becker-Oberschule wird, wenn dort mal der Bagger rollt. Dafür sei die Westschule zu klein. Möglicherweise werde auch gar kein Ausweich gebraucht, weil neu gebaut statt saniert werde, heißt es aus dem Rathaus. Doch dazu ist noch viel zu klären, insbesondere die Frage der Förderung. Gebaut werden soll zunächst an der Grundschule Ost: ein Horttrakt mit 100 Plätzen. Für die künftigen Viertklässler steht die Übergangslösung in Aussicht, Unterrichtsräume auch als Horträume zu nutzen.

Von Kay Würker

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