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Delitzscher Klärwerk wird in den kommenden Jahren weiter modernisiert

Abwasserbeseitigung Delitzscher Klärwerk wird in den kommenden Jahren weiter modernisiert

Nachdem im Delitzscher Klärwerk in den vergangenen Jahren gezielt die verfahrenstechnischen Abläufe in der biologischen Reinigungsstufe optimiert worden sind, rückt nun sukzessive die Modernisierung der mechanischen Reinigungsstufe in den Fokus. Jährlich will der Abwasserzweckverband rund 400 000 Euro in die Kläranlage investieren.

Zwischen dem Sandfang (vorn) und dem ehemaligen Vorklärbecken (hinten) will der AZVD einen zusätzlichen Feinrechen installieren.

Quelle: Alexander Prautzsch

Delitzsch. Der Einbau eines zusätzlichen Rechens und die Umrüstung eines ehemaligen Klärbeckens zu Rückhaltezwecken bei starken Niederschlägen, das sind die nächsten Vorhaben, die der Abwasserzweckverband Delitzsch (AZVD) in diesem und im kommenden Jahr für seine Kläranlage vorgesehen hat. Mit dem zusätzlichen Regenrückhaltebecken will der AZVD die Kanäle in der Stadt entlasten und somit die Überschwemmungsgefahr reduzieren.

Seit mehreren Jahren lässt der Verband sein Klärwerk optimieren. Durch eine gezielte Umstellung der verfahrenstechnischen Abläufe in der biologischen Reinigungsstufe wurden der Energieverbrauch minimiert und die Ablaufwerte in die Vorflut verbessert. Dazu mussten die Prozessleittechnik auf den neusten Stand gebracht und neue Belüftungselemente sowie die dazugehörige Steuerungstechnik installiert werden. Des Weiteren wurde in eine moderne Schlammbehandlungsanlage investiert. Alle durchgeführten Modernisierungs- und Optimierungsmaßnahmen helfen mit ihren Einsparungen, entstehende Kostensteigerungen zu kompensieren.

25 Jahre alte Technik

Jetzt rücke sukzessive die Modernisierung der mechanischen Reinigungsstufe in den Vordergrund. „Diese Technik hat nach 25 Jahren Betrieb ihren Dienst getan und bedarf einer grundlegenden Ersatzinvestition“, sagt AZVD-Geschäftsführerin Nancy Edelmann. In den nächsten fünf Jahren hat der AZVD für den Modernisierungs- und Erneuerungsprozess jährlich rund 400 000 Euro eingeplant. Im Investitionsplan haben dabei jene Maßnahmen Vorrang, die das größte Einsparpotenzial versprechen.

Geht es um die Dringlichkeit von Investitionen, steht nicht nur die Höhe des zu erwartenden betrieblichen Aufwands im Fokus, sondern auch die hydraulische Leistungsfähigkeit von Kanalnetz und Kläranlage. „Denn bei starken Regenereignissen soll mehr Regenwasser in Form von Mischwasser zur Kläranlage transportiert, gespeichert und nach dem Regen behandelt werden. Zur Speicherung wird ein vorhandenes Klärbecken mit 6000 Kubikmeter Volumen zum Regenrückhaltebecken umgebaut“, erklärt Ingo Klaus, Leiter der Kläranlage. In der ersten Ausbaustufe ist vorgesehen, Volumen für rund 3500 Kubikmeter zu schaffen. „Damit wird nicht nur das Kanalnetz entlastet, sondern in diesem werden auch teure Investition für Stauvolumen eingespart “, sagt Klaus. Und das hat letztlich Einfluss auf die Gebührenkalkulation. Zum Vergleich: Das Speicherbecken in der Erzbergerstraße fasst zirka 750 Kubikmeter.

Feuchttücher verstopfen Pumpen

Große Probleme hat der AZVD seit Längerem mit Gegenständen wie Feuchttüchern im Abwasser, die in den Toiletten entsorgt werden. Sie verstopfen zunehmend Pumpen und Schächte, was zu Problemen in den nachfolgenden Behandlungsstufen und zu zusätzlichen Kosten führt. Deshalb will der Verband im Klärwerk parallel zu der Mischwasserrückhaltung hinter dem vorhandenen Grobrechen, der einen Stababstand von acht Millimetern hat, einen weiteren, dessen Stäbe nur drei Millimeter auseinander stehen, errichten. „Dieser Feinrechen ist nicht nur eine Art Sieb, sondern eine komplexe Anlage, die frostfrei untergebracht werden muss. Deshalb wird sie in einem noch zu bauenden Gebäude stehen“, erklärt Ingo Klaus.

Wem die Anlagen im Klärwerk interessieren, der kann sich am 4. Juni zum Tag der offenen Tür umfassend darüber informieren.

Von Thomas Steingen

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