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Delitzsch Delitzscher Kleingärtner drängen ins soziale Netzwerk Facebook
Region Delitzsch Delitzscher Kleingärtner drängen ins soziale Netzwerk Facebook
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16:32 11.03.2018
Die Homepage soll aktualisiert werden. Quelle: KGV/web
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Delitzsch

Der Winter zieht sich zurück, der Frühling kommt mit Macht. Zeit für die Delitzscher Gärtner, in die Saison zu starten, oder? Nein, eben nicht. „Es gibt keine Saison, es gibt immer zu tun“, sagt Anke Reisdorf, Geschäftsstellenleiterin beim Kreisverband der Kleingärtner.

Verband will digitaler werden

Dabei hat der Verband in diesem Jahr nicht allein den grünen Daumen im Blick. Es soll künftig um den blauen Facebook-Daumen und mehr gehen. Nachdem der Kleingärtnerverband im vergangenen Sommer personell neu aufgestellt wurde, geht es nun mehr und mehr an neue Aufgaben. „Wir machen uns stark für eine bessere Öffentlichkeitsarbeit“, betont Anke Reisdorf. Der Kontakt zu den Kleingartenvereinen sei ebenso wichtig wie die Präsentation der gärtnerischen Landschaft in und um Delitzsch. Allein 1750 Kleingärten gibt es in der Loberstadt, insgesamt um die 4000 Parzellen von Wiedemar bis Schönwölkau betreut der Verband. Eine Menge Anlagen, die es zu bündeln und zu präsentieren gilt. Digitalisierung lautet das Zauberwort. Aktuell wird die Homepage www.kv-delitzsch.de überarbeitet, soll künftig ein aktuelleres Tor zur Öffentlichkeit sein. „Wir wollen unter anderem die Gartenbörse aktualisieren“, so Anke Reisdorf. „Wir schauen in die Zukunft“, meint die Geschäftsstellenleiterin. Damit soll das Kleingartenwesen weiter Zukunft haben.

Leerstand mit neuen Medien begegnen

Wenngleich es einige Anlagen gibt, bei denen sich der Trend zum Gärtnern positiv in einer Leerstandsquote von null Komma null Prozent niederschlägt, gibt es Ausreißer im negativen Sinne. Auch Anlagen mit Leerstandsquoten von bis zu 60 Prozent treten im großen Verbandsgebiet auf. Meist, so der Kreisverband, sind das solche auf dem flachen Land, aber auch sehr große Anlagen in der Stadt fallen mit hohem Leerstand auf. In einigen Fällen kann das mit noch offenen Mahnverfahren in Zusammenhang stehen, bei denen es schon Hausfriedensbruch wäre, auch nur den Rasen zu mähen. An der Nachfrage nach Gartenland kann es ansonsten kaum liegen, gerade junge Menschen interessieren sich mehr und mehr fürs Gärtnern und Themen wie Selbstversorgung. „Man sollte neue Wege gehen“, appelliert daher Anke Reisdorf an die Vereine, auf die junge Zielgruppe zuzugehen. Mit neuen Medien wie Facebook aber auch ebay ließen sich leerstehende Gärten schneller an den grünen Daumen bringen als mit einfachen Aushängen oder dem bloßen Abwarten. Der Kreisverband selbst will in diesem Jahr eine eigene Seite im sozialen Netzwerk Facebook erstellen, um möglichst alle Altersklassen erreichen zu können.

Facebook kann gute Plattform sein

Dass Facebook eine gute Plattform sein kann, beweisen immerhin Gruppen wie „Gärtnern in Delitzsch – pflanzen, staunen, entdecken“, wo sich derzeit über 400 Hobbygärtner aus Delitzsch und der Umgebung austauschen. Und auch keine Saison kennen. So wie Alexander Kuhn. Sobald die letzten Pflanzen abgeerntet sind, macht sich der leidenschaftliche Tomaten-Gärtner schon Gedanken, was im nächsten Jahr angebaut wird. Keine Winterpause kennt auch Dirk Hennicke, der sich im Winter unter anderem gegen das Insektensterben engagiert und ein großes Bienenhotel mit über 500 Brutkammern gebaut hat. Nun soll ab März das große Aufräumen im Garten losgehen. „In Gedanken sind wir eben immer im Garten“, sagt Simone Fiedler aus dem Kreisverbandsvorstand über das Wesen des Kleingärtners und freut sich auf den neuen Kurs mit mehr Gesprächen nicht nur über den Gartenzaun, sondern auch in der virtuellen Welt.

Von Christine Jacob

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