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Delitzsch Delitzscher Kosebruchteiche werden von Schilf befreit
Region Delitzsch Delitzscher Kosebruchteiche werden von Schilf befreit
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00:18 08.02.2016
Am mittleren Kosebruchteich bäumt sich ein riesiger Berg mit dem im Gewässer abgeschnittenen Schilf auf. Quelle: Foto: Thomas Steingen
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Delitzsch

Die Delitzscher lieben die nördlich der Stadt gelegenen Kosebruchteiche als Naherholungsziel. Autor Manfred Sacher hat sie in einem seiner Bücher verewigt. Kein Wunder also, dass die Loberstädter mit Interesse, aber auch mit Sorge die Entwicklung der drei Teiche verfolgen, denn in den vergangenen Jahren sorgten Wassermangel und starker Schilfbewuchs dafür, dass sie mehr und mehr verlandeten. Nach Jahren des Stillstandes hat die Stadtverwaltung im vergangenen Jahr in zwei Teichen, im östlich der Bundesstraße 184 gelegenen und im westlichsten, Schilf mähen lassen. Unser Leser Wolfgang Jung hat nun bei einem seiner Spaziergänge über die Kosebruchwiesen erneut einen Schilfmäher entdeckt. „Es war sicher wieder mal so weit, denn das Schilf wuchert in immer kürzerer Zeit die Teiche zu“, schreibt er. Zudem findet er es gut, dass ein gewisser Teil der Pflanzen als Rückzugsgebiet für Sing- und Wasservögel stehen bleibt. Andererseits freut ihn, da es jetzt eine freiere Sicht gibt, dass er das Naturleben im und um die Teiche besser beobachten kann.

Wie die Stadtverwaltung auf Anfrage mitteilte, werden in diesem Jahr die Teiche II und III gemäht, das sind der mittlere und der westliche Teich. Es wird dabei nicht mehr Schilf entnommen als bei der Mähaktion im Vorjahr. Entsprechend der Auflage der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt müssen mindestens 15 Prozent des Schilfes als Rückzugs- und Brutgebiete für Vögel stehen bleiben.

Die Kosebruchteiche haben aber auch eine Funktion im Gewässersystem zu erfüllen. Gespeist werden sie mit Oberflächenwasser, das sich im Werbener Graben sammelt. Überläufe in den Teichen ermöglichen den Abfluss des Wassers in den Lober. Notwendig wird die Schilfmahd deshalb auch, um den Wasserdurchfluss zu gewährleisten.

Von diesem und von den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln sei abhängig, wann Teich I auf der anderen Seite der B 184 gemäht werden wird. In diesem Jahr werde er voraussichtlich nicht gemäht, da der Wasserdurchfluss noch gewährleistet sei, teilt das Rathaus weiter mit.

Verantwortlich für die Unterhaltung der Teiche ist die Stadt Delitzsch. Mit den Mäharbeiten hat sie die Firma FloraTec UG aus Dessau-Roßlau beauftragt, die die Leistungen im Rahmen eines Jahresvertragsverhältnisses mit der Stadt ausführt. „Der Plan für die nächsten Jahre sieht vor, die Schilfmahd im Abstand von drei bis fünf Jahren durchführen zu lassen“, sagt Rathaussprecherin Nadine Fuchs.

Von Thomas Steingen

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