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Delitzscher Krankenhaus investiert jährlich eine Million Euro

Medizintechnik Delitzscher Krankenhaus investiert jährlich eine Million Euro

Bis zu eine Million Euro werden von der Kreiskrankenhaus Delitzsch GmbH jedes Jahr in neue Medizintechnik investiert, um die Behandlungs- und Patientensicherheit zu sichern. Noch in diesem Jahr werden zwei Computertomographen angeschafft. Vorteil: Die Strahlenbelastung bei kürzeren Untersuchungen ist erheblich geringer.

Ein C-Bogen, ein mobiles Röntgengerät, ermöglicht während der OP Rötgenbilder, die auf Bildschirmen (Hintergrund) erscheinen.

Quelle: Tobias Kirchner

Delitzsch. Die Ausgaben sind gewaltig, aber notwendig. Jährlich investiert die Kreiskrankenhaus Delitzsch (KKH) GmbH in die beiden Kliniken in Delitzsch und Eilenburg bis zu eine Million Euro in Medizintechnik und Informationstechnologien (IT). „Das entscheidende Kriterium für die Investitionen sind vor allem die Behandlungs- und Patientensicherheit“, teilte Geschäftsführer Steffen Penndorf auf Anfrage mit. Auch das KKH orientiere sich immer am neuesten Stand der Technik, beobachte die Entwicklung und entscheide dann im Interesse der Patienten. „Natürlich spielt auch die Kosteneffizienz im Hinblick auf Anschaffungs-, Wartungs- und Reparaturkosten eine wichtige Rolle“, hieß es weiter.

Computertomographen werden ausgetauscht

Noch in diesem Jahr werden an beiden Klinikstandorten die vorhandenen Computertomographen ausgetauscht. „So kommen künftig zwei 64-zeilige CT für die stationären Patienten zum Einsatz“, teilte KKH-Sprecher Tobias Kirchner mit. Mit dem Kauf der Geräte und deren Einsatz reduziere sich erheblich die Strahlenbelastung bei kürzeren Untersuchungszeiten für die Patienten.

In der Klinik Eilenburg ist die Endoskopie-Ausstattung (Spiegelung) bereits auf „HD“ (High Definition) umgestellt. „Aufnahmen, die während der Spiegelung gemacht werden, haben dann eine deutlich höhere Auflösung“, erklärte Kirchner. Durch die HD-Auflösung werden genauere Diagnosen ermöglicht. Für Delitzsch ist die Umstellung im kommenden Monat geplant.

Alles für die Patientensicherheit

Bis Endes des Jahres soll zudem der OP-Bereich mit einem weiterem sogenannten C-Bogen ausgerüstet werden. C-Bögen sind mobile Röntgengeräte, die während der Operation zum Einsatz kommen, um Operationsergebnisse sofort überprüfen zu können. „Beim Einsetzen von künstlichen Hüftgelenken beispielsweise kann mit Hilfe dieser Geräte die korrekte Lage kontrolliert werden“, erläuterte Kirchen. Auch diese Investition diene der Patientensicherheit.

Die Anschaffung von Hochfrequenzchirurgiegeräten ist für die HNO-Belegabteilungen in beiden Kliniken geplant. „Die beim Entfernen von Mandeln entstandenen Wunden können damit direkt verödet und geschlossen werden“, beschrieb Kirchner den Vorteil dieser Technik.

Investiert wurde bereits in beiden Kliniken in neue Narkosetechnik. Sie ermöglicht Minimierung des Narkosemittels während einer OP, die körperliche Belastung des Patienten werde während des Eingriff reduziert. Die Narkosetiefe des Patienten könne mit dem Gerät ständig überwacht, eine ausreichende Schlaftiefe erreicht werden. „Das ist wiederum ein Schritt in mehr Sicherheit für den Patienten“, betonte Steffen Penndorf.

Weniger Energieverbrauch

Ausgetauscht wurden in den OP-Sälen kürzlich die bislang vorhandenen Leuchtmittel. LED-Leuchten ersetzen sie und sorgen für ein kontrastreicheres Licht. Neben dem geringeren Wartungsaufwand, sinkt auch der Energieverbrauch und die Wärmeabstrahlung.

Leiter Dirk Knöfel und Mitarbeiter Maximilian Stolle bilden die medizintechnische Abteilung des KKH. Sie gewährleisten durch regelmäßige Schulungen die eigenständige Wartung der Medizintechnik in den Kliniken. Damit sind schnelle Reaktionen bei Störungen und schnelle Reparaturen möglich.

Das interne, passwortgeschützte hauseigene Datennetz ermöglicht den Ärzten, sich schnellstmöglich über den Patienten zu informieren, eine fach- und abteilungsübergreifende Zusammenarbeit wird beschleunigt und erleichtert.

Von Ditmar Wohlgemuth

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