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Delitzscher Krankenhaus startet Pilotprojekt

Patientensicherheit Delitzscher Krankenhaus startet Pilotprojekt

Mitarbeiter des Kreiskrankenhauses Delitzsch setzen sich auf die Studierbank, um künftig noch besser potenzielle Risiken für die Patienten systematisch aufzudecken. Die Geschäftsführung unterstützt ein Pilotprojekt, dass zur größtmöglichen Sicherheit der Patienten in den Kliniken führen soll. Über mögliche Behandlungsfehler ist zu reden, um sie künftig auszuschließen.

Die Delitzscher Teilnehmer der Pilot-Seminarreihe zur Patientensicherheit (rechts Dr. Günther Jonitz, links Prof. Karsten Güldner).

Quelle: privat

Delitzsch. Das Thema Patientensicherheit ist in der Kreiskrankenhaus (KKH) Delitzsch GmbH Chefsache. Im Kern gehe es darum, Behandlungsfehler von Patienten maximal zu minimieren, aus Fehlern zu lernen, auch eine systematische Risikoforschung zu betreiben. Nur wer aus unerwünschten Ereignissen systematisch lernt, kann entsprechende effektive Sicherheitsmaßnahmen ergreifen. Bereits jetzt fließen Patientenbefragungen in das Risikomanagement der Kliniken ein. Bewährt haben sich zudem schon OP-Checklisten, auch die Patientenarmbänder.Sowohl der Geschäftsführer Steffen Penndorf als auch der ärztliche Direktor Sigurd Hanke stehen voll und ganz hinter der jetzt angeschobenen gleichnamigen Pilot-Seminarreihe, an der 14 Mitarbeiter teilnehmen. Die 20-tägige Fortbildung, aufgeteilt in zehn Module, befasst sich mit dem Thema „Patientensicherheit durch Risiko- und Hygienemanagement“. Das Projekt, das eigens für die KKH Delitzsch mit seinen beiden Kliniken in Delitzsch und Eilenburg entwickelt wurde, entstand in engster Zusammenarbeit mit der Dienstleistungs- und Einkaufsgemeinschaft kommunaler Krankenhäuser im Deutschen Städtetag (GDEKK) mit Sitz in Leipzig. Es enthält unter anderem viele Elemente eines gleichnamigen Universitätslehrganges. Kürzlich wurde die Fortbildungsreihe offiziell gestartet.

Grünes Licht fürs Konzept

„Trotz aller wirtschaftlichen Überlegungen, die eine Klinik bei der Personalentwicklung haben muss, haben wir dem Konzept grünes Licht gegeben. Die Investition in die Fortbildung ist eine lohnende für unsere Patienten und unsere Mitarbeiter gleichermaßen“, schätzt Geschäftsführer Penndorf ein. Für Dr. Hanke ist Patientensicherheit ein urärztliches Anliegen und ein Anliegen der Pflege. „Gemeinsame Achtsamkeit ist der Schlüssel für eine hohe Patientensicherheit“.

Bei der Aufbereitung der Lerninhalte für den Kurs hat der wissenschaftliche Direktor der GDEKK, Professor Karsten Güldner, maßgeblich mitgewirkt. Der Präsident der Ärztekammer Berlin, Dr. Günther Jonitz, beglückwünschte die Teilnehmer. Er hatte den Auftaktvortrag gehalten und lobte ausdrücklich die Unterstützung durch die Geschäftsleitung.

Dem Thema bisher zu wenig Platz eingeräumt

Intensiv hatte sich die Personalleiterin der KKH Delitzsch, Steffi Lehn, im Rahmen ihres Masterstudiums mit der Thematik beschäftigt. Sie suchte folgerichtig nach Möglichkeiten, die Patientensicherheit in die betriebliche Personalentwicklung zu integrieren. Aus ihrer Sicht werde dem Thema in den gängigen Ausbildungsberufen im Gesundheitswesen leider zu wenig Platz eingeräumt. Sie schob deshalb dieses Pilotprojekt maßgeblich an. Christian Österreich, Pfleger auf der Intensivstation Delitzsch, sieht seine Teilnahme am Kurs ganz praktisch: „Je mehr Mitarbeiter sich mit dem Thema, beispielsweise der Hygiene, beschäftigen, über besondere Kenntnisse verfügen, um so besser wird es gelingen, die Risiken für die Patienten zu reduzieren.“ Die Eilenburger OP-Schwester Sandy Voll sieht es ähnlich: „Der Kurs sensibilisiert und informiert über neueste Richtlinien. Im Team kann ich die Erkenntnisse dann einbringen.“

Über Fehler in der Patientenbehandlung zu sprechen ist nicht selbstverständlich. Erst 2002 wurde mit diesem Tabuthema gebrochen, als auf Ärztekongressen erstmals auf das Ausmaß von Behandlungsfehlern aufmerksam gemacht wurde.

Von Ditmar Wohlgemuth

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