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Delitzsch Delitzscher Lars Winkler hält nichts von Parteischienen
Region Delitzsch Delitzscher Lars Winkler hält nichts von Parteischienen
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00:30 26.05.2018
Lars Winkler Quelle: privat
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Delitzsch

Mit fast 30 zählt Lars Winkler neben Christian Stoye (23) zu den jüngsten oder überhaupt jungen Delitzscher Stadträten, immerhin liegt der Altersschnitt bei 58 Jahren. In einem Jahr ist wieder Kommunalwahl, wir haben mit Lars Winkler voraus- und zurückgeblickt.

Wie haben Sie die ersten Jahre im Delitzscher Stadtrat erlebt? Was haben Sie gelernt?

Ich würde sagen, dass ich relativ grün hinter den Ohren und blauäugig angefangen habe. Man denkt, man kann die Welt einreißen. Das kann man aber nicht, schon weil es Gesetze gibt, an die man sich halten muss und auch bestimmte Regeln, Werte und Normen. Man kann nicht einfach drauf loslegen und mal machen. Was alles hinter der Arbeit des Stadtrats und der Verwaltung steckt, das habe ich jetzt erst so richtig festgestellt. Ich bin auch nicht gleich forsch rangegangen, habe mir viele Sachen erstmal angehört, mich belesen, mich weitergebildet, viel Zeit investiert. Es war erstmal schwierig und man stellt sich die Arbeit einfacher vor, bis man sie wirklich mal macht.

Klingt härter als erwartet. Wollen Sie trotzdem gerne im Stadtrat bleiben?

Gerne würde ich das weiterhin machen, sofern es der Bürger auch möchte. Es ist letztlich Bürgers Wille.

Wenn man sich aber umschaut, ist der Großteil Ihrer Stadtratskollegen viel älter. Hätten Sie gerne mehr junge Kollegen?

Die Frage ist nicht nur junge Leute oder nur alte Leute im Stadtrat zu haben, sondern im richtigen Verhältnis. Wichtig ist die gute Mischung. Vier bis fünf oder sechs Junge insgesamt wären aber nicht schlecht. Man muss ja bedenken, dass es auch nur 30 Sitze sind. Und die Älteren sind klug und weise, die wissen in vielen Bereichen einfach, worum es geht. Da haben wir Jugendliche mitunter Probleme und das muss man akzeptieren. Ich bin ja auch nicht unerfahren, ich habe 2008 das erste Mal zur Wahl gestanden, war auch schon Nachrücker. Letztendlich bin ich dann 2014 eingezogen. Aber auch da wurde mir bewusst: Die Älteren haben einfach auch eine Welterfahrenheit, das Hintergrundwissen, Fähigkeiten. Jeder hat sein Steckenpferd. Ich sitze daher auch im Technischen Ausschuss, dort lerne ich auch sehr viel.

Was wären Ihre Ziele für eine nächste Legislatur im Stadtrat?

Ich sage immer: Das, was in den Jahren anfällt. Ich bin immer noch und bleibe auch jemand, der von Bürgern angesprochen wird und dann auf deren Belange reagiert. Ich bin für Aussagen wie „ich will für die Stadt das, das und das“ ein zu kleines Licht. Da bin ich nur der kleine Lars Winkler. Da kann man schon eher für die Ziele der Fraktion da sein. Wenn die Fraktion ein Ziel fasst, wird das verfolgt – dafür sind ja Fraktionssitzungen da. Ich will aber auch nicht immer in der parteilichen Schiene arbeiten. Ich finde auch Ideen anderer Fraktionen gut. Da muss man eine gute Mischung finden. Und diese hat der Stadtrat bis jetzt immer gehabt. Wir haben ein tolles Miteinander für die Stadt.

Von Christine Jacob

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