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Delitzsch Delitzscher Markt 20 im Aufwind
Region Delitzsch Delitzscher Markt 20 im Aufwind
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16:11 16.02.2018
So wie hier beim Weiberfasching vergangene Woche leben sogar alte Häuser im Markt 20 wieder auf. Quelle: Alexander Prautzsch
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Delitzsch

Still ruht der Schlosskeller. Dort bleibt die Bühne nach dem Abgesang Ende Januar auf absehbare Zeit wohl erst einmal leer, noch immer sucht die Stadt nach einem neuen Betreiber. Umso voller wird dagegen der Terminplan einige hundert Meter weiter – im Markt 20 steigt der Zuspruch. Wie verändert sich die Delitzscher Kulturlandschaft nach dem Schlosskeller-Aus?

Mehr Veranstalungen am Markt

Jens Müller bekommt mit dem Ende im Keller gerade Aufwind. Er ist der Betreiber der Urlaubs-Bar am Unteren Bahnhof und Chef des Kino- und Veranstaltungshauses, das lange Zeit als zu ehrgeiziges Projekt und zum Scheitern verurteilt abgetan wurde. Fünf Jahre später ist das Gegenteil bewiesen. Immer mehr Veranstaltungen finden nun im Markt 20 statt. So kommt Rena Schwarz, die sonst im Schlosskeller auf der Kabarett-Bühne für Stimmung sorgte, zum Frauentag in das Veranstaltungshaus. Vorher können die Gäste ein Menü in der Schloßwache, dem Restaurant von Rico Eichler, genießen. Bis 31. Januar hat er auch den Schlosskeller betrieben, musste aus betriebswirtschaftlichen Gründen sein Engagement dort einstellen. Nun hat er seinem Kollegen Kontakte vermittelt.

Bernd-Lutz Lange liest

Auch Buchhändler Ingolf Engler organisiert seine Lesungen jetzt im Markt-Haus, das unter anderem mit Barrierefreiheit punktet und etwa 150 Gästen statt um die 100 Platz bietet. Als nächstes ist dort am 28. Februar Bernd-Lutz Lange zu Gast, Hoffnungen auf Restkarten darf man sich noch machen. Ab dem zweiten Halbjahr will zudem die Theaterakademie Sachsen ihre Kooperation mit dem Markt-Haus fortführen und die Bühne in Ergänzung zur eigenen im Oberen Bahnhof auch wieder regelmäßig bespielen. Zudem findet das Delitzscher Gespräch der Hermann-Schulze-Delitzsch-Gesellschaft erstmals nicht mehr im Hotel „Zum Weißen Ross“ statt. Dort habe man aufgrund von Umbauarbeiten keinen Raum bekommen, schildert Philipp Bludovsky, Leitender Kurator im Schulze-Delitzsch-Haus. Nun ergibt sich, dass das Gespräch am 12. April an historischer Stätte stattfindet, am Markt 20 hatte Hermann Schulze-Delitzsch den Vorschussverein gegründet. Und auch der Delitzscher Carneval Verein feierte kürzlich erstmals Weiberfasching dort statt im Bürgerhaus.

Alles fügt sich

Dass ihm das Veranstaltungshaus am Markt das Wasser abgraben könnte, ist allerdings nicht die Sorge von Bürgerhaus-Chef Ronny Weigelt: „Das sind organisatorische Gründe und Kostenfragen“, schildert er. Ein Weiberfasching unter der Woche sei eben nicht so gut besucht, dass er sich im großen Bürgerhaus für beide Seiten betriebswirtschaftlich sinnvoll darstellen lässt. Immerhin haben dort je nach Bestuhlung bis zu 350 Gäste Platz. In der nun überschaubar gewordenen Szene der Delitzscher Veranstaltungshäuser finde jeder seinen Platz, so der Tenor. Ein Problem bleibe für alle gleich – das wankelmütige Publikum. Ein Beispiel: Immer wieder würde in Delitzsch nach Tanzveranstaltungen gerufen, zum Tanz in den Mai am 30. April kämen aber mitunter nicht einmal 100 Gäste.

Von Christine Jacob

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