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Delitzsch Delitzscher OBM kritisiert schleppendes Verfahren zum BKD-Problem
Region Delitzsch Delitzscher OBM kritisiert schleppendes Verfahren zum BKD-Problem
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17:00 27.10.2017
Beim BKD soll der Abbau der Maschinen laufen. Quelle: Wolfgang Sens
Delitzsch

Besonders gut läuft es gerade nicht in der Beziehung von Umweltamt des Landkreises und Chefetage der Stadt Delitzsch: „Mir läuft das alles zu schleppend“, kritisierte Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos) am Donnerstag die Behörde zu ihrem Umgang mit dem einstigen Biomassekraftwerk. Stadtrat Christian Stoye (Linke) hatte nachgefragt, wie der Stand der Dinge zum Asche- und Schlackeberg auf dem Gelände der einstigen Zuckerfabrik ist.

Teure Entsorgung

Von Abtrag oder Schrumpfen des Bergs sei keine Spur, ärgerte sich der OBM. Gleichwohl laufe die Verschrottung und der Abbau der technischen Anlagen „in großem Maße“, damit der Insolvenzverwalter des Biokraftwerks (BKD) weiter Probleme abarbeiten kann. Bisher konnte der Insolvenzverwalter die Entsorgung des Bergs auch nicht stemmen, weil er das Geld hierfür nach LVZ-Informationen erst gerichtlich bei dem für die Anhäufung verantwortlichen Geschäftsführer der Firma GOAZ Energy GmbH erstreiten muss und eine fachgerechte Deponierung der Abfälle wohl bis zu 2,5 Millionen Euro kostet. Die Einnahmen aus dem Verkauf des Inventars werden kaum reichen.

Dass die Fragen rund um den Schlackeberg nach wie vor ungeklärt seien, ärgere ihn, so Wilde. Es müsse auch geklärt werden, ob Gifte aus diesem Delitzscher Berg wegen eines Bachs am Ende sogar bis in die Elbe gelangen könnten und dort und in anderen Flüssen Schaden anrichten.

Von Christine Jacob

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