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Delitzsch Delitzscher OBM plädiert für Verkehrserziehung statt Tempolimits
Region Delitzsch Delitzscher OBM plädiert für Verkehrserziehung statt Tempolimits
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08:54 16.03.2018
Die Kreuzung von Beerendorfer Straße und Stadtring stößt einigen sauer auf, weil dort angeblich zu schnell gefahren wird. Quelle: Wolfgang Sens
Delitzsch/Beerendorf

Meistens bleibt es bei Blechschäden und – zum Glück – kleineren Blessuren bei den Unfallbeteiligten. Dennoch reißen die Diskussionen um die Kreuzung von Beerendorfer Straße und Stadtring hin zum Delitzscher Ortsteil Beerendorf nicht ab. „Muss erst was Schlimmes passieren, bevor was passiert“, stellt ein LVZ-Leser die klassische Frage besorgter Bürger. Man müsse, so auch die Argumentation im sozialen Netzwerk Facebook, bedenken, dass dort auch Kinder betroffen sein könnten – die Grundschule im Delitzscher Osten und die Kita sind nicht weit weg.

Expertensicht ist eine andere

Die Sorgen nachvollziehen kann Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos), relativiert aber. Die Kreuzung sei weder eine Unfallhäufungsstelle noch unter Beobachtung bei der zuständigen Kommission. Ein Gremium aus Polizei, Straßenbau- und verkehrsbehörde definiert neuralgische Punkte, an denen Unfallgefahren gebannt werden müssen. Die Kreuzung bei Beerendorf gehört nicht zu den Unfallschwerpunkten in Nordsachsen. Dabei ist problematisch, dass das subjektive Empfinden und die fachliche Einschätzung auseinander klaffen, die Diskussion um manche aus Expertensicht „harmlose“ Kreuzung also weiter hitzig geführt wird.

Verkehrserziehung ist wichtig

Stellen, an denen es so wie an Beerendorfer Straße und Stadtring vermeintlich oft kracht, sind nicht zwangsläufig sogenannte Unfallhäufungsstellen. Als solche gilt eine Stelle, wenn Unfälle gleichen Typs dort innerhalb von zwölf Monaten passieren oder in der Drei-Jahres-Statistik fünf mit Personenschaden oder drei mit schwerem Personenschaden geführt werden. Es habe in den vergangenen Jahren keine nennenswerten Unfälle an der Kreuzung gegeben, betont Wilde. Man solle – unter anderem auch im Hinblick auf Kinder – lieber sensibilisieren, statt es zu übertreiben, fordert das Stadtoberhaupt. Es sei besser, in eine ordentliche Verkehrserziehung zu investieren statt immer noch mehr Schilder aufzustellen. Man müsse immer den ersten Paragrafen der Straßenverkehrsordnung bedenken, fordert Wilde. Da heißt es schließlich, dass die Teilnahme am Straßenverkehr ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht erfordert. So sei auch eine weitere Tempobeschränkung an der Kreuzung nicht sinnvoll. Gefahren werden darf dort auf dem Stadtring mit 70 Stundenkilometern, im Internet hatten Bürger teilweise ein Limit von Tempo 30 gefordert.

Von Christine Jacob

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