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Delitzsch Delitzscher Osten will wieder eine Sparkasse
Region Delitzsch Delitzscher Osten will wieder eine Sparkasse
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12:00 27.08.2018
Michael Schneider kämpft für eine Sparkassen-Filiale. Quelle: Christine Jacob
Delitzsch

Im Delitzscher Osten geht der Kampf um die Sparkasse beziehungsweise deren Wiedereröffnung weiter. Unterschriftensammlungen, Briefe, Auftritte im Stadtrat ... und damit kann Initiator Michael Schneider nun scheinbar einen kleinen Teilerfolg verbuchen. Nachdem er wiederholt Briefe direkt an die Chefetage der Sparkasse geschickt hat, bekam er einen Anruf, dass sich gegen Ende des Jahres die Situation mit einem neuen Sparkassenmobil verbessern soll. Tatsächlich aber teilte die Sparkasse wenig später mit, dass die fahrbare Filiale nun seit August immer freitags von 13.30 bis 14 Uhr auf dem Konsumparkplatz in der Beerendorfer Straße stehen wird.

Damit ist das Mobil nicht weit von jener Filiale in der Johannes-R.-Becher-Straße entfernt, die zum Jahreswechsel geschlossen wurde. Seitdem müht sich Michael Schneider darum, die Situation zu verbessern. Noch im Teenageralter hatte der 1956 Geborene mit 150 Mark der DDR erstmals was auf sein Sparkassenbuch eingezahlt und sträubt sich nach all den Jahren gegen jene Abstimmung mit den Füßen, die der Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos) gerne empfiehlt – einfach das Konto bei der Sparkasse kündigen und zu einer anderen Bank wechseln. Das sehen scheinbar viele so wie Schneider: „Meine vielen Gespräche haben deutlich gezeigt, dass wir einfach nur die Wiedereröffnung des Automatenstandortes im Delitzscher Osten brauchen“, berichtet der Ex-Ingenieur. Kaum ein Bürger verstehe, warum etwa ein Drittel der Bevölkerung der Großen Kreisstadt keine Möglichkeit hat, Geldgeschäfte zu tätigen. Die Filiale in der Johannes-R.-Becher-Straße wurde schließlich auch von vielen Bewohnern der Ortsteile genutzt. Eine Möglichkeit sieht Schneider darin, die Filiale im Wechsel mit der in der Eilenburger Straße zu öffnen. Zudem könne sich die Sparkasse einen Partner suchen, in dessen Räumen die Bankdienstleistungen anbieten. „Helfen Sie und lassen Sie uns nicht einsam und traurig zurück“, schreibt Michael Schneider an den Leipziger Sparkassenchef Harald Langenfeld.

Das mit dem Schreiben könnten demnächst noch mehr Delitzscher einfach nachahmen: Michael Schneider hat bereits eine Postkarte entworfen, mit der die Bürger ihre Forderung nach der Wiedereröffnung ganz einfach zum Ausdruck bringen könnten.

Von Christine Jacob

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