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Delitzsch Delitzscher Paten kümmern sich ums städtische Grün
Region Delitzsch Delitzscher Paten kümmern sich ums städtische Grün
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14:17 15.10.2015
Kathrin Tillner ist eine Grünpatin der ersten Stunde, „ihr“ kleines Areal in der Eilenburger Straße gestaltet sie je nach Jahreszeit. Quelle: Wolfgang Sens
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Delitzsch

"Weiterhin gibt es in unserer Stadt drei Personen, die Blumenkübel pflegen, eine Person, die einen gesamten Sportplatz bewirtschaftet, zwei ehrenamtliche Pfleger darunter eine Feuerwehr, die sich um Kriegerdenkmale kümmern und die Reservistenkameradschaft, welche die Insel an der Schillerbrücke sowie das Schwanenhaus pflegt", listet die Stadtverwaltung auf Anfrage weiteres Engagement auf. Zudem gibt es noch "unzählige freiwillig Engagierte", die keine Patenschaftsurkunde haben und trotzdem vor ihrem Haus die Rabatte sauber halten. Meistens sind es Flächen vor der eignen Haustür.

So fing es auch bei Kathrin Tillner an. Als Anfang 2012 das Modell der Grünpatenschaft offiziell ins Leben gerufen wurde, war sie eine der ersten, die sich als Grünpatin engagierte. Eine nur knapp zwei Quadratmeter große Fläche vor ihrer Haustür in der Eilenburger Straße gestaltet die Floristin, sammelt mühsam Kippen und anderen Müll aus dem kleinen Beet, ersetzt die dreist geklauten Pflanzen und präsentiert so immer ein prächtiges Beet. Es sind vor allem solche Kleinstflächen, einzelne Abschnitte, Pflanzkübel, Bäume und Sträucher, um die sich Grünpaten kümmern und damit der Servicegesellschaft der Stadt Delitzsch (SGD) im besten Sinne die Arbeit nehmen. Denn die Pflege solcher "Kleinigkeiten" ist zeitaufwendig und bedeutet beim knappen SGD-Personal zu viel Aufwand. "Ich möchte die Stadt auch ein bisschen bereichern", erklärt die 46-Jährige ihre Motivation, "das liegt mir am Herzen, wer will schon gerne trostlose Ecken sehen?" Immer passend zur Jahreszeit gestaltet sie "ihr" kleines Areal, während der Pflegearbeiten genießen die Paten den Versicherungsschutz durch die Stadt.

Rund 10.000 Quadratmeter Fläche werden durch Engagierte wie Kathrin Tillner unkompliziert bewirtschaftet, zieht die Verwaltung nach drei Jahren Patenschaftsmodell deutliche Erfolgsbilanz. Fünf Spender haben zudem mit Finanzbeträgen zwischen 350 und 600 Euro Baumpflanzungen möglich gemacht. Und da solchem Ehrenamt auch Ehre gebührt, wird es im November ein Treffen der Paten mit dem Oberbürgermeister geben, um ihnen für ihre Arbeit zu danken.

Christine Jacob

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