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Delitzsch Delitzscher Politik freut sich auf neue Konkurrenz
Region Delitzsch Delitzscher Politik freut sich auf neue Konkurrenz
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16:00 18.12.2018
Im Delitzscher Rathaus tagt der Stadtrat Quelle: Thomas Steingen
Delitzsch

2018 geht. 2019 kommt. Und damit die Kommunalwahl. Am 26. Mai werden auch die Karten für den Stadtrat Delitzsch neu gemischt, 30 Sitze sind zu vergeben. Der Wahlkampf hat Fahrt aufgenommen. Mit neuen Vereinen wie der Bürgerinitiative (BI) Menschenskinder für bessere Kitabetreuung, -preise und -bedingungen, die bereits angekündigt hat für den Stadtrat kandidieren zu wollen, treten auch neue Konkurrenten jenseits von AfD und Co. auf den Plan. Ist den etablierten Parteien da bange?

Abwarten bis zur Wahl

„Die BI Menschenkinder beteiligt sich seit geraumer Zeit an der politischen Diskussion in unserer Stadt. Sie war bereist Gast in unserer Fraktion und wir haben uns über die Schwerpunkte der BI ausgetauscht“, erinnert die CDU Delitzsch. Man freue sich über jeden Bürger, „der sich zum Wohle unserer Stadt Gedanken macht und sich dabei konstruktiv und ergebnisorientiert einbringt“, so die Fraktion weiter. „Ob dies über eine eigene Liste zur Stadtratswahl erfolgen muss, liegt in der Entscheidung der BI.“ Auch die SPD in Delitzsch will erstmal sehen, wie die Wahl ausgeht: „Wir werden abwarten, wer gewählt wird. Dann werden wir sehen, ob und wie eine Zusammenarbeit möglich ist. Konkurrenz in inhaltlichen Fragen erwarten wir eigentlich nicht“, so Fraktionschef Siegfried Schönherr.

Freude auf frischen Wind

Die Freie Wählergemeinschaft dagegen wäre wohl eindeutig froh über den Einzug der BI: „Wir freuen uns sehr auf frischen Wind in der Delitzscher Kommunalpolitik“, so Fraktionschef Uwe Bernhardt. Und auch die Linke sieht die BI als Ergänzung. „Die neugegründete BI beziehungsweise den Verein Menschenskinder würden wir keinesfalls als Konkurrenz im Stadtrat sehen“, teilt Ortsvorsitzender Uwe Wolf mit, „sondern eher als eine Unterstützung für viele unserer bisher vertretenen und auch im neuen Stadtrat zu vertretenden Positionen.“ Gerade in diesem Bereich habe die Linke bisher mit vielen Anträgen punkten können, „und wir würden uns andersherum natürlich über neue und konstruktive Ideen freuen.“

AfD? Kaum Thema

Und wie sieht es mit Konkurrenz aus dem Lager der AfD aus? „Das Erstarken der AfD liegt an schweren Versäumnissen in der politischen Diskussion, welche die CDU und die SPD zu verantworten haben“, so Siegfried Schönherr von der SPD. „Große Volksparteien müssen sich mit allen politischen Fragen befassen und nicht nur mit ausgewählten. Hinsichtlich der Migrationspolitik hat es ein thematisches Vakuum gegeben, das die AfD besetzt hat. Die SPD mus sich der Diskussion stellen. Die Delitzscher SPD wird sich nicht davor drücken.“ Die Linke bringt es auf den Punkt: „Uns ist und wird im ,parlamentarischen Betrieb’ vor niemanden bange. Mit dem politischen Mitbewerber AfD, falls diese in den Stadtrat überhaupt einzieht, werden wir uns wie mit jedem anderen auch sachlich, aber sehr bestimmt auseinandersetzen“, so Uwe Wolf. Und weiter: „Im Stadtrat dürften sie dann wie alle anderen auch zeigen, was sie im täglichen ,kommunalpolitischen Geschäft’ können.“

Von Christine Jacob

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