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Delitzsch Delitzscher Politiker kritisieren Badpläne
Region Delitzsch Delitzscher Politiker kritisieren Badpläne
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13:00 05.10.2018
Erst ein Architektenwettbewerb würde die konkrete Gestaltung des Delitzscher Schwimmbades aufzeigen, der Plan jedoch zeigt feststehende Parameter wie die Wasserflächen und -tiefen. Quelle: BAUCONZEPT® PLANUNGSGESELLSCHAFT MBH
Delitzsch

Die Diskussion um das neue Schwimmbad für die Loberstadt zieht sich weiter hin. Nachdem der Planer das Projekt nun vor Kurzem den Delitzscher Stadträten in einer gesonderten Sitzung näher vorgestellt hat, fühlen sich die Mitglieder der Freien Wählergemeinschaft (FWG) in Delitzsch von der Verwaltung ausgetrickst.

„Zum großen Erstaunen unserer Stadtratsfraktion mussten wir feststellen, dass in der Studie ohne Abstimmung mit dem Stadtrat von den Vorgaben aus dem Januarbeschluss abgewichen wurde“, so FWG-Chef Uwe Bernhardt. Weniger würde nun mehr kosten und die Badplanung der Verwaltung immer skurrilere Züge annehmen.

Abweichung vom Ursprung

Hintergrund: Im Januar hatte der Stadtrat ein Planungsbüro aus Nordrhein-Westfalen beauftragt, eine Machbarkeitsstudie zur Errichtung eines Sportbades in Delitzsch zu erstellen. Bestandteile sollten laut diesem Auftrag ein Sportbad mit mindestens fünf Bahnen, ein Lehrschwimmbecken, ein Sommeraußenbecken mit etwa 1000 Quadratmeter Wasserfläche sowie Caravaning, Minigolfplatz und ein Naturerlebnisspielplatz sein. Inzwischen haben die Pläne Gestalt angenommen und sollen dem Stadtrat als Grundlage für den Beschluss zur europaweiten Ausschreibung dienen. Dass nunmehr eine Außenwasserfläche von 475 Quadratmeter geplant ist, erzürnt die FWG: „Dies ist nicht mal ein Drittel dessen, was die Stadt Delitzsch ihren Bürgern derzeit im Elberitzbad an Freibademöglichkeiten anbietet.“ Im Plan ist der Bau von Caravaning-Stellplätzen, Naturhaus und anderes nicht mehr enthalten, diese Bauten sind nun ein anderes Vorhaben, welches aus anderen Fördertöpfen gespeist werden soll. Zugleich aber, so die Kritik, sei das abgespeckte Vorhaben um gut eine Million Euro teurer geworden und koste nun voraussichtlich mindestens 15 Millionen Euro.

Die FWG appelliert nun an die anderen Stadträte, das Vorhaben aus Verantwortung für die Stadt und deren weitere finanzielle Gestaltungsfähigkeit auch für die folgenden Generationen zu überdenken. Noch bestehe die Möglichkeit umzusteuern.

Von Christine Jacob

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