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Delitzsch Delitzscher Reporterin lernt viel bei der Feuerwehr
Region Delitzsch Delitzscher Reporterin lernt viel bei der Feuerwehr
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10:05 03.11.2018
Einer dieser Feldbrände, etliche davon habe ich im Sommer mitgemacht. Quelle: privat
Delitzsch

Neun Monate ist es her, dass ich den Antrag auf Feuerwehr-Mitgliedschaft gestellt habe. Ab da ging alles zackzack. Ausbildung, Prüfung, Einkleidung ... Zack, erster Einsatz. 30 oder 40 könnten es seit diesem – ein Feldbrand – gewesen sein. Nicht alle waren so spektakulär wie der beim Kreiswerkebrand Ende Juli. Ölspuren, Tragehilfen, brennende Papierkörbe gehören genauso dazu. Es gibt so viel, was ich gelernt habe, dass es kaum in eine Zeitung passen könnte.

„Alle riechen gleich“

Ein paar Grundsätzlichkeiten:

1. Schlaf fetzt.

2. Sprinten ist eine Trainingsfrage. Bei meinen ersten Einsätzen konnte ich die erste Minute auf dem Fahrzeug kaum sprechen, jetzt könnte ich sogar nachts meine Kameraden vollquasseln. Mache ich nicht. Sie wirken nachts immer ein bisschen wie grummelige Bären.

3. Überhaupt nachts... in meinem Alter (34) braucht der Kissenabdruck mindestens die Zeit eines gelöschten Papierkorbs, um aus dem Gesicht zu weichen. Bei den anderen sieht es nicht besser aus.

4. Nachts sind alle Katzen grau. Echt.

5. Als Anfänger bin ich ganz unten in der Hackordnung. Ich darf nur auf das letzte ausrückende Fahrzeug, kann mir aber oft nicht merken, welches das ist. Also muss ich dumm fragen, ob sie mich mitnehmen. Die Antwort lautet in 99,9 Prozent der Fälle „Frag nich so dumm!“ Aber es gibt so Einsatzstichworte, da ist viel Platz im Mannschaftsraum, da muss nicht mal ich fragen ...

6. Nach Aktionen wie der bei den Kreiswerken (zehn Stunden Einsatz bei 35 Grad im Schatten) riechen wir alle gleich, und zwar nicht gut.

7. Kino? Essen gehen? Party? Nie wieder wird ein Mann auf mich warten müssen! Ich bin in 30 Sekunden umgezogen. Es könnte aber sein, dass ich an ihm vorbeirenne.

Seit dem Juni 2018 hat Reporterin Christine Jacob einige Einsätze als Feuerwehrfrau erlebt. Die Arbeit ist hart, aber gut.

Von Christine Jacob

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