Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Delitzsch Delitzscher Rotkreuz-Helfer erfassen nach Unwetter Vermisste und Verletzte
Region Delitzsch Delitzscher Rotkreuz-Helfer erfassen nach Unwetter Vermisste und Verletzte
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:43 19.02.2018
Die ehrenamtlichen Helferinnen Susann Schumann und Ratna Wolfram (von links) des DRK-Suchdienstes geben im Kreisauskunftsbüro Delitzsch die Daten von Betroffenen zum Abgleich in die Rotkreuz-Datenbank XENIOS ein. Quelle: DRK Delitzsch
Anzeige
Delitzsch

Mit der Großübung „Wassermann 2018“ wurde in Sachsen erstmalig eine unangekündigte Übung für die Suchdiensteinheiten innerhalb der DRK-Bereitschaften durchgeführt. Gefordert war dabei auch der Suchdienst des Delitzscher DRK-Kreisverbandes.

Dabei wurde ein Szenario angenommen, das die aktuellen wie künftigen Gefahren in Sachsen realitätsnah abzeichnete. Die Lagemeldung ging von einem Unwetter aus, das über Ostdeutschland sowie Teile Polens und Tschechiens hinweggezogen war. Windböen mit Orkanstärke und Starkregen sorgten in weiten Teilen des Landes für Stromausfälle, blockierte Straßen und Schienen. Mit Notstromaggregaten können Krankenhäuser noch eingeschränkt arbeiten, zahlreiche Alten- und Pflegeheime hingegen müssen evakuiert werden.

Eine Multimedia-Reportage zum Thema Katastrophenschutz in Sachsen lesen Sie hier.

Hochwasser erschwert die Behebung der Stromausfälle zusätzlich – in einigen Regionen wird mit länger anhaltendem Stromausfall gerechnet. Die DRK-Suchdienstzentrale in München aktiviert ein zentrales System zur Erfassung Betroffener. Das Führungs- und Lagezentrum des DRK-Landesverbandes alarmierte daraufhin die Auskunftsbüros der DRK-Kreisverbände.

Delitzscher Suchdienst arbeitet 40 Fälle ab

Während ein Teil des Delitzscher DRK-Suchdienstes die Übung im Vorfeld mit organisierte und bereits vor Ort im Dresdner Führungs- und Lagezentrum koordinierte, kam der Alarm für die anderen ehrenamtlichen Einsatzkräfte des Delitzscher Kreisauskunftsbüros unerwartet. Die freiwilligen Rotkreuzhelfer mussten nun beweisen, dass sie schnell am Einsatzort innerhalb der Kreisgeschäftsstelle in der Eilenburger Straße 65 sind und mittels der vorgehaltenen Technik ein Netzwerk aufbauen können.

Als verbundener Teil zum Gesamtnetzwerk XENIOS, mit dessen Hilfe die Daten aller Kreisauskunftsbüros zusammengeführt werden können, arbeiteten sie innerhalb der darauffolgenden zwei Stunden insgesamt 40 Meldungen über Vermisste, Verletzte, Suchende und Begleitpersonen sowie deren entsprechende Registrierung im System ab. „Das haben sie gut gemeistert. Alle notwendigen Leute waren wie erhofft zur Stelle und bewiesen, dass das Kreisauskunftsbüro im Katastrophenfall schnell arbeitsfähig ist“, schätzt Lutz Pabel ein. Der Delitzscher gehört zum Kompetenzdienst des DRK-Landesverbandes und hat die Übung mit vorbereitet und geleitet.

Von Thomas Steingen

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Kapazitäten in den Kindertageseinrichtungen sind überall in und um Delitzsch knapp. Da werden nun jene sogenannten Fremdgemeindekinder langsam auch zum Problem. Aber was ist dran am angeblichen Aufnahmestopp?

19.02.2018

Der Schützenverein Brinnis hat derzeit 83 Mitglieder. Was ihm fehlt, ist der Nachwuchs. Dabei hat der Verein einiges zu bieten. Der Schießstand und auch das Vereinshaus haben eine Geschichte. Es wird auf Tradition wert gelegt. Wer das Sportschießen erlernen will, kann dort mit Luftdruck- und Kleinkaliberwaffen beginnen.

15.02.2018

Kriminell ging es jetzt bei der Faschingsparty des Krostitzer Elferrates zu. Ganoven hatten das Konsum-Schild demontiert. Da musste eine Sonderkommission ermitteln.

12.02.2018
Anzeige