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Delitzsch Delitzscher SPD rührt die Werbetrommel für die Wahl 2019
Region Delitzsch Delitzscher SPD rührt die Werbetrommel für die Wahl 2019
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17:44 12.06.2018
Voll besetzte Runde: Die Plätze im kleinen Büro reichen nicht, als die Delitzscher SPD-Ortsgruppe zum Infoabend "Machen Stadt Meckern" einlädt. Quelle: Heike Liesaus
Delitzsch

Die Erwartungen wurden übertroffen, aber sie waren auch nicht besonders hoch geschraubt. Die Plakate mit dem vermeintlichen Rechtschreibfehler, mit denen die SPD-Ortsgruppe für den Info-Abend „Machen Stadt Meckern“ warben, hatten offenbar ihre Wirkung nicht verfehlt. So reichte am Montagabend das reichliche Dutzend vorhandener Sitzgelegenheiten im kleinen Büro in der Breiten Straße nicht. Einige teilnehmenden Genossen standen, um die Plätze für die dazugekommenen Besucher frei zuhalten.

Das Anliegen: Die Arbeit im Stadtrat näherzubringen, für eine Kandidatur bei der Kommunalwahl im kommenden Jahr zu werben. Parteimitglied muss man dafür nicht sein, doch Werte und Grundhaltungen sollten für einen Platz auf der SPD-Liste geteilt werden.

Gestaltungsmöglichkeiten

So erklärte Ortsgruppenchef Rüdiger Kleinke die Machtteilung zwischen der Verwaltung mit dem Oberbürgermeister an der Spitze und den ehrenamtlich tätigen Stadträten. Er erläuterte, dass zwar am Ende circa zehn Prozent der Haushaltsmittel frei zur Verfügung stehen, dass aber trotzdem damit gestaltet werden kann. Dazu führte er das Beispiel Nord-Schule an, die ursprünglich nur eine „Pinselsanierung“ erhalten sollte und die aufgrund des Einsatzes der Stadträte nun eines der größten städtischen Investitionsprojekte wurde.

Zeitaufwand und Chancen

Es ging in dieser Runde um den zeitlichen Aufwand der Stadträte, um Fraktionszwänge und die Chancen, überhaupt in das Gremium zu kommen. Das Ziel der Ortsgruppe: Möglichst alle 35 möglichen Listenplätze bei der Stadtratswahl im kommenden Jahr auch zu besetzen. Denn auch wer keinen Platz im Parlament findet, unterstütze mit gesammelten Stimmen die Stärke der SPD-Vertretung. Diese Gruppe hat derzeit fünf Mitglieder. „Nur wenn es sehr gut läuft, könnten es sieben oder acht sein“, schätzte der Fraktionsvorsitzende Siegfried Schönherr die Chancen, die genutzt werden sollten.

Am Ende packten einige die Formulare für Bereitschaftserklärungen und Interessenbekundungen ein. Auch der 19-jährige Karl Zenker nahm sie mit: „Ich will mich einfach über alles informieren. Von den Plakaten habe mich gleich angesprochen gefühlt“, erzählte er. „Ich bin ein Typ, der relativ viel meckert. Ich arbeite aber auch schon im Jugendparlament mit.“

Von Heike Liesaus

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