Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Delitzsch Delitzscher Schlägereiprozess beginnt womöglich von Neuem
Region Delitzsch Delitzscher Schlägereiprozess beginnt womöglich von Neuem
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:02 05.02.2016
Im Landgerichtsprozess um eine Straßenschlacht in Delitzsch sind die Fronten verhärtet. (Symbolfoto) Quelle: Kempner
Anzeige
Delitzsch/Leipzig

Zu klären ist, wer genau welche Rolle spielte, als am Morgen des 12. Mai 2012 in der Securiusstraße mehrere junge Männer aufeinander losgingen, bewaffnet mit Steinen und Dachlatten. Verantworten müssen sich zwei Delitzscher, die vier arabischstämmige Personen angegriffen und zum Teil verletzt haben sollen.

Der jüngste Verhandlungstag brachte allerdings keinen Fortschritt. Einige Zeugen erschienen erst gar nicht, andere hatten deutliche Erinnerungslücken. Zu alledem staute sich beim Verteidiger eines der beiden Angeklagten Ärger auf: Er äußerte Zweifel an der Unvoreingenommenheit der Strafkammer. Begründung: In zwei Fällen seien Fragen, die er an die Zeugen stellte, vom Vorsitzenden Richter als unzulässig zurückgewiesen worden, ohne dass die Kammer – also Vorsitzender, Beisitzer und Schöffen – erkennbar darüber beraten hätten. Der Verteidiger wertete das dem Vernehmen nach als Willkür-Entscheidung, stellte einen Befangenheitsantrag. Darüber hat das Landgericht nun zu entscheiden. Ist der Antrag erfolgreich, wird die Hauptverhandlung ausgesetzt – also abgebrochen und vor einer anderen Kammer noch einmal neu begonnen.

Von Kay Würker

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Stadtverwaltung Delitzsch lässt derzeit zwei der drei Kosebruchteiche von wuchernden Schilfpflanzen befreien. In Abstimmung mit der Naturschutzbehörde dürfen die Teiche jedoch nicht komplett freigeschnitten werden. Ein Teil des Schilfes muss als Rückzugs- und Brutgebiet für Vögel stehen bleiben.

08.02.2016

Die ehemalige Oberbürgermeisterin von Torgau, Andrea Staude (SPD), bekommt den zweithöchsten Posten in der Bornaer Stadtpolitik. Die 55 Jahre alte Politikerin wurde vom Stadtrat mit deutlicher Mehrheit zur Beigeordneten gewählt. Wann Andrea Staude ihr Amt in Borna antritt, ist derzeit noch offen.

05.02.2016

Das Biomassekraftwerk in der Delitzscher Fabrikstraße ist ein Fall für die Staatsanwaltschaft. In doppelter Hinsicht: Nach LVZ-Informationen liegen inzwischen zwei Strafanzeigen gegen das Unternehmen beziehungsweise dessen frühere Betreiber vor. Zum einen geht es um Insolvenzverschleppung, zum anderen werden Umweltverstöße vorgeworfen.

05.02.2016
Anzeige