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Delitzsch Delitzscher Schülerinnen besuchen Schule im englischen Malvern
Region Delitzsch Delitzscher Schülerinnen besuchen Schule im englischen Malvern
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08:00 12.10.2017
Rachel Mokroß gefällt die Schuluniform, die in England üblich ist. Quelle: privat
Delitzsch

Ihre Eltern platzen förmlich vor Stolz. Und auch an der Artur-Becker-Oberschule ist man voll des Lobes. Die erst 14 Jahre alten Schülerinnen Rachel Mokroß und Annika Klemm haben sich gegen 200 andere Schüler aus ganz Sachsen durchgesetzt und gehören zu den 35 sächsischen Oberschülern, die gerade mit einem vierwöchigen Stipendium im Ausland lernen.

Kleinstadt, aber anders als Delitzsch

Nach Malvern, einer Stadt in der Grafschaft Worcestershire in England, hat es die beiden verschlagen. Die Landschaft sei wunderschön, viele Berge erstrecken sich in der Region. „Es ist auch schön, dass hier nicht so viel los ist und man in Ruhe alles anschauen kann“, berichtet Rachel. Auch sonst ist bis auf die ähnliche Einwohnerzahl der Kleinstadt nicht viel Ähnlichkeit zu Delitzsch zu verzeichnen, resümiert Rachel Mokroß nach einigen Ausflügen: „Es sind zwei unterschiedliche Welten“, findet die 14-Jährige, „allein schon, dass man hier auf der anderen Seite fährt, gibt mir ein komisches Gefühl, wenn ich im Auto sitze.“

Morgens schlüpft man im Gegensatz zu Deutschland in England ganz selbstverständlich in Schuluniformen. Ausschlafen ist für die Teenager in England auch leichter: Annika Klemm berichtet, dass die Schule im Gegensatz zu deutschen Gefilden erst 8.45 Uhr beginnt. Die 1. Stunde an der Artur-Becker startet eine Stunde eher, es gibt um 6.50 Uhr sogar eine 0. Stunde. Der Tag ist allerdings auch in England lang, vor 16 Uhr ist sie nicht daheim bei der Gastfamilie. „Die Schule hier ist ganz anders“, berichtet Rachel, „sie ist viel fortschrittlicher und es gibt keine Bücher, darauf könnte ich mich auch in Deutschland einlassen.“ Freundliche Mitschüler stehen auch in der Ferne mit Rat und Tat zur Seite. Froh sei sie trotzdem, bald wieder in der eigenen Schule zu sein.

Gastfamilie gewechselt

Denn die ersten Tage liefen nicht wie erhofft, berichtet Rachel, in der Schule ging es zunächst drunter und drüber. Rachel musste im Französisch-Unterricht sitzen, obwohl sie kein Wort dieser Sprache spricht. Zudem wurde der 14-Jährigen die Fürsorge ihrer ersten Gastmutter zu viel und sie wechselte nach der Hälfte der vier Wochen in eine andere Familie. „Hier vergeht die Zeit viel schneller“, so die Schülerin, „man hat jede Menge Spaß, wir kochen zusammen, spielen Spiele und können einfach stundenlang reden.“

Eines steht außerdem fest: Wirklich prickelnd sei die englische Küche echt nicht, erzählt Rachel. In rund einer Woche ist der Auslandsaufenthalt schon vorbei und die Mädchen dürfen wieder das heimische Essen genießen. Vermutlich nicht nur deshalb sind sie aber froh, wieder bei ihren Eltern zu sein. Annika, berichtet ihre Mutter, hat aber schon die nächsten Stipendien für Auslandsaufenthalte im Blick.

Von Christine Jacob

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