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Delitzsch Delitzscher Sozialarbeiter bereiten mit Schulen Wahl für Kinder und Jugendliche vor
Region Delitzsch Delitzscher Sozialarbeiter bereiten mit Schulen Wahl für Kinder und Jugendliche vor
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00:20 12.08.2017
Anlässlich der Bundestagswahl am 24. September wird es in Delitzsch neun Tage zuvor erstmals eine U18-Wahl geben. Das ist das offizielle Logo des Projektes. Quelle: U18-Bundeskoordinierungsstelle
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Delitzsch

Mit einer Wahl für Kinder und Jugendliche wollen Delitzschs Sozialarbeiter mal auf etwas andere Weise ein Angebot für die politische Bildung unterbreiten. Vorurteilsfrei sollen dabei Schüler an die Wahlprogramme der Parteien, die zur diesjährigen Bundestagswahl antreten, herangeführt werden.

Seit 1996 werden in Deutschland immer neun Tage vor einem offiziellen Wahltermin sogenannte U18-Wahlen durchgeführt. Die Vorwahlzeit wird genutzt, damit sich Kinder und Jugendliche mit dem politischen Geschehen beschäftigen und für sich eine Wahlentscheidung treffen. „Dabei werden sie wie bei einer richtigen Wahl, in die Wahlkabine gehen, dort ihr Kreuz für eine Partei setzen und dann zur Urne schreiten“, erklärt Olaf Quinque, Sozialpädagoge und Leiter des Delitzscher Jugendhauses Yoz.

Alle Kinder und Jugendlichen können mitmachen

Er und die anderen Sozialarbeiter der Stadt, darunter die vier Schulsozialarbeiter, greifen dabei Schkeuditzer Erfahrungen von der Jugendwahl vor vier Jahren auf. „Damals sind wir nicht richtig in die Gänge gekommen“, blickt Quinque zurück. Diesmal haben er und seine Mitstreiter die Sache frühzeitig angepackt und mehrere Schulen für das Vorhaben gewonnen. Nach bisherigem Stand werden sich die beiden Delitzscher Oberschulen und das Berufschulzentrum an der U18-Wahl 2017 beteiligen. Mit im Boot sind zudem das Yoz und das Schüler-Café Quo Vadis. „Dort können Mädchen und Jungen aus Schulen, die sich nicht beteiligen, wählen gehen“, so Quinque weiter. Mitmachen können prinzipiell alle Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, wobei die Altersgruppe ab 8. Klasse besonders angesprochen werden soll.

Betreut wird das Projekt in den Schulen von den Sozialarbeitern und den Lehrern für Gemeinschaftskunde. Inhaltlich gibt es viel Spielraum. So soll es beispielsweise an der Artur-Becker-Oberschule ein Wahlforum mit Vertretern der Bundestagsparteien geben. Andere planen Workshops und Rollenspiele und am Berufsschulzentrum werden Wahlurnen und -kabinen selbst gebaut. Für die anderen Lokale stellt diese die Stadtverwaltung. Überall würden die Kinder und Jugendlichen mit einbezogen, damit sie erfahren, was zu einer Wahl alles gehört und wie sie funktioniert, schildert Quinque.

Vergleich mit Ergebnissen der Bundesstagswahl

Am 15. September öffnen die Wahllokale in den Schulen von 8 bis 14 Uhr und das im Quo Vadis von 15 bis 18 Uhr. Danach beginnt im Yoz das Auszählen der Stimmen. Dort wird auch die Wahlparty mit Disco und Live-Stream zur Koordinierungsstelle steigen. Im Nachgang soll an den Schulen die U18-Wahl ausgewertet und die Ergebnisse mit denen der Bundestagswahl verglichen werden.

Von Thomas Steingen

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