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Delitzsch Delitzscher Sozialzentrum gibt Einblicke in die Arbeit mit behinderten Menschen
Region Delitzsch Delitzscher Sozialzentrum gibt Einblicke in die Arbeit mit behinderten Menschen
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15:36 20.09.2017
Grafikerin Anne Matschulat zeigt die neuen Imagebroschüren des Sozial- und Beschäftigungszentrums in Delitzsch. Quelle: Wolfgang Sens
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Delitzsch

Mit dem ersten von insgesamt drei Tagen der offenen Tür an diesem Donnerstag will sich das Sozial- und Beschäftigungszentrum Delitzsch der Öffentlichkeit präsentieren. Dazu werden die Besucher nicht nur an diesem Donnerstag in der Hauptwerkstatt oder am Sonnabend in der integrativen Kindertagesstätte „Piratennest“ beziehungsweise in der Wohnstätte Erzbergerstraße jeweils ab 10 Uhr empfangen, gleichzeitig gibt das Unternehmen auch neue Imagebroschüren heraus, in denen sie die einzelnen Bereiche vorstellen. Entwickelt wurden sie vom Team der eigenen Druckerei, federführend von Sebastian Müller.

„Wir wollen endlich weg vom Vogelhaus-Image“

„Wir wollen uns nach außen präsentieren, unser Leistungsspektrum, das sich ständig erweitert und entwickelt, zeigen“, betont Geschäftsführer Hannes Markert. Diese Außenwirkung bezeichnete er trotz der erfolgreichen und stabilen Entwicklung des Unternehmens als sehr wichtig, um im Wettbewerb zu bestehen. „Wir wollen endlich weg vom Vogelhaus-Image“, erklärt er weiter. „Wir leisten deutlich mehr für die soziale Integration behinderter Menschen.“ Diese Bereiche werden jetzt in der Broschüre dargestellt. Zunächst wurden zwei Hefte mit ansprechend gestaltetem Inhalt für den Förder- und Betreuungsbereich sowie für die Druckerei gefertigt.

Geschützter Bereich

„Im Förder- und Betreuungsbereich gibt es derzeit 16 Plätze für behinderte Menschen. Fünf hoch qualifizierte Betreuer kümmern sich um diese Menschen im Alter von 18 bis 65 Jahren“, erklärte Leiterin Kerstin Schelz. Aufgesucht werden kann dieser Bereich von behinderten Menschen, die nicht die Voraussetzungen für eine Beschäftigung in einer Werkstatt erfüllen. „Wir lehnen die Tagesstruktur aber der einer Werkstatt an, zeitweise wird auch in der Werkstatt gearbeitet“, erläutert Kerstin Schelz. Wichtig sei, dass diese behinderten Menschen in einem geschützten Bereich am Leben teilnehmen können und deren Familie entlastet werden. Von 7 bis 15 Uhr werden diese Menschen individuell betreut und gefördert. „Wir holen sie dort ab, wo sie aktuell stehen. Deshalb kann die Frühstückspause auch mal länger dauern. Wir nehmen uns die Zeit“, macht die Leiterin deutlich. Auch auf die Zusammenarbeit mit Partnern wie Ergotherapeuten, Logopäden und Physiotherapeuten werde viel wert gelegt. Die Förderangebote sind breit gefächert und reichen vom Erwerb und dem Erhalt von Wissen über den hauswirtschaftlichen Bereich bis hin zu lebenspraktischen Dingen.

Von Ditmar Wohlgemuth

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