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Delitzsch Delitzscher Spielzeugland hilft nun Kindern in Biesen
Region Delitzsch Delitzscher Spielzeugland hilft nun Kindern in Biesen
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15:52 10.02.2017
Sandra Neuhaus hat in der Wohnstätte in Biesen die Bestände des Spielzeuglandes gesammelt. Quelle: Christine Jacob
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BIESEN

Ein großer Transporter und ein Hänger dran, zwei Touren mit dem Gespann und traurige Gesichter nicht nur auf der anderen Seite. Dann war alles erledigt und das Spielzeugland der Regionalen Initiative Delitzsch (RID) „umgesiedelt“. Der gesamte Tausende Artikel umfassende Buch-, Kuscheltier-, Klamotten- und Spielzeugbestand des Bildungsvereins ist nun im Haus Biesener Bogen der Volkssolidarität untergebracht, wo es seit dem Herbst eine Wohnanlage für Kinder mit Bedarf an heilpädagogischer Förderung gibt.

Delitzscher Verein löst sich auf

Im Herbst hatte auch die RID etwas auf den Weg gebracht – die Auflösung des Vereins. Der harte Schritt wurde nötig, weil geförderte Maßnahmen entfielen und die wirtschaftliche Lage zu angespannt war, um den Kultur- und Bildungsverein weiterhin am Leben zu halten. Das Spielzeugland, begonnen als eine Art Sozialkaufhaus für benachteiligte Kinder beziehungsweise ihre Familien, war lange in der Schwebe. Nun ist mit der Volkssolidarität ein Nachnutzer gefunden, der den guten Gedanken fortführt. Das Spielzeugland als solches gibt es zwar nicht mehr, es wird nicht mehr gesammelt und aufbereitet, aber der Bestand wird verteilt. Ebenfalls für den guten Zweck. In Biesen kommen Puppen, Bücher, Plüschbären und Brettspiele entweder direkt den Kindern in der neuen Wohnanlage, denen im nur wenige Meter entfernten Kinderheim oder der ambulanten Familienhilfe zugute. „Der Bestand ist sehr umfangreich, für uns beginnt jetzt die Sortierarbeit“, sagt Einrichtungsleiterin Sandra Neuhaus, „die RID hat das sehr professionell betrieben, um ähnliches auf Dauer zu leisten, bräuchten wir eigentlich einen Mitarbeiter“, betont sie.

Guter Zweck erfüllt

Sicher könne man sich nun als Spender sein, dass die Sachen gut verwendet werden. „Unsere Ausstattung hier ist noch nicht so üppig“, schildert Andrea Schnelle, Bereichsleiterin für die stationären Hilfen. Während das Jugendamt zum Beispiel die Bekleidung finanziert, sieht es bei Spielzeug anders aus und ist die Volkssolidarität froh, nun einen reichen Fundus zu haben. Knapp 30 Kinder im Gutshaus Biesen können davon profitieren, in der heilpädagogisch ausgerichteten Wohnanlage leben derzeit acht Kinder – bis zum Sommer sollen es 15 sein. Die ambulante Familienhilfe betreut bis zu 50 Familien in ganz Nordsachsen. Hinzu kommen Inobhutnahmen. In allen Fällen hilft es, ganz spontan und unkompliziert mal einen Teddy oder eine Puppe hervorzaubern zu können.

Von Christine Jacob

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