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Delitzsch Delitzscher Stadtrat muss sich zu Freibaderhalt oder einen Neubau positionieren
Region Delitzsch Delitzscher Stadtrat muss sich zu Freibaderhalt oder einen Neubau positionieren
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09:16 19.10.2017
Das Delitzscher Freibad an einem Sommertag. Äußerlich wirkt es gut in Schuss, tatsächlich ist es aber stark sanierungsbedürftig. Quelle: Alexander Bley
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Delitzsch

Die Idee, anstatt des sanierungsbedürftigen Delitzscher Freibades im Norden der Stadt eine neue Freizeiteinrichtung mit Bad zu errichten, ist nicht neu und wurde immer mal wieder diskutiert. Jetzt, wo es sich abzeichnet, dass die touristische Nutzung am Werbeliner See, einschließlich eines Badestrandes wegen der Ausweisung großer Flächen als Naturschutzgebiet, nicht möglich sein wird, erhält das Thema wieder Aktualität. In der kommenden Woche Donnerstag, Beginn 17 im Rathaus, soll der Stadtrat darüber entscheiden, ob die Stadtverwaltung beauftragt wird, das Projekt „Errichtung einer touristischen Freizeiteinrichtung mit multifunktionalem Charakter, einschließlich eines Sportbades mit Außenbecken“ am Standort Sachsenstraße zu planen und dafür in Frage kommende Fördermöglichkeiten bis Ende 2018 zu prüfen.

Freibad Elberitzmühle erhalten oder neu bauen

Das Freibad ist stark sanierungsbedürftig. Deshalb werden in Delitzsch Alternativen diskutiert. Nun wird der Neubau einer multifunktionalen Freizeiteinrichtung, mit Schwimmbau und Lehrbecken im nächsten Stadtrat thematisiert.

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Problem Lehrschwimmbecken

Es gehe nicht nur um das Freibad oder ein Hallenbad, erklärt Bürgermeister Thorsten Schöne (parteilos). „Unser Problem ist, dass sowohl das Bad in der Elberitzstraße als auch das Lehrschwimmbecken in der Artur-Becker-Schule stark sanierungsbedürftig sind.“ Rund 4 Millionen Euro würde die Sanierung des Freibades verschlingen, und noch einmal 2,5 Millionen die Sanierung des Lehrschwimmbeckens. Erschwerend kommt hinzu, dass die Sanierung des Freibades nicht förderfähig und das Programm für die Sanierung von Lehrbecken stark überzeichnet sei.

In der Haushaltsdiskussion 2016 ist entschieden worden, in den städtischen Etat für 2017/2018 eine Position „Schwimmbad“ in Höhe von neun Millionen Euro einzuplanen. Zudem sei die Verwaltung beauftragt worden, nach einer machbaren und wirtschaftlich vertretbaren Lösung für das Problem zu suchen. Daraufhin habe die Stadt ein Konzept in Auftrag gegeben, das seit dem Frühjahr vorliege, so Schöne weiter. Ziel des Gutachten war es unter anderem auch, verschiedenen Varianten zu betrachten. Die Diskussion zu den Ergebnissen des Gutachtens läuft noch. So beschäftigten sich damit in nicht öffentlicher Sitzung jüngst die Ausschüsse des Stadtrates.

Fördermittel

Parallel dazu hat die Verwaltung mit sächsischen Ministerien abgeklärt, welche Fördermöglichkeiten für welche Varianten denkbar sind, denn klar ist auch, egal, für welches Projekt sich die Stadt entscheidet, ohne Fördermittel wird es nicht zu realisieren sein. Im Gegensatz zur Sanierung des Freibades ist „eine multifunktionale Freizeiteinrichtung, wie sie jetzt in den Fokus rückt, zu 90 Prozent förderfähig“, sagt Schöne.

Standort Sachsenstraße

Als Standort für ein solchen Vorhaben bietet sich der Bereich Sachsenstraße an. Dort verfügt die Stadt über kommunale Flächen, für die bereits Baurecht für eine derartige Einrichtung besteht. „Die Nähe zu den Stadtwerken eröffnet zudem Möglichkeiten zu einer energetisch nachhaltigen Versorgung der Einrichtung“, so der Bürgermeister weiter. Diese soll neben einem Sportbad mit fünf 25-Meter-Bahnen, ein Kursbecken (12,5 mal 10 m) mit Hubboden sowie im Außenbereich ein Sommerbecken mit 1000 Quadratmeter Wasserfläche und einer Tiefe von 0,30 bis 1,30 Meter umfassen. Des Weiteren sind ein Caravanstellplatz für 20 Wohnmobile und ein Naturhaus im Gespräch. Die Kosten der Einrichtung sind mit rund 15 Millionen Euro veranschlagt. Bis zur Umsetzung dieser Pläne soll das Elberitzbad weiter betrieben werden.

Die Stadtratsfraktion der Freien Wähler strebt derweil einen Bürgerentscheid zur Frage an, ob das Freibad unbefristet erhalten und von der Stadt weiter betrieben werden soll.

Von Thomas Steingen

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