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Delitzsch Delitzscher Stadtring wird am Abzweig Laue zur Vorrangstraße
Region Delitzsch Delitzscher Stadtring wird am Abzweig Laue zur Vorrangstraße
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09:38 09.06.2016
Fahrzeuge aus Richtung Leipzig oder Bitterfeld müssen warten: Die Straße gen Laue hat derzeit noch Vorrang. Quelle: Alexander Bley
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Delitzsch

Die Stadt Delitzsch hat, wovon andere nur träumen: einen nahezu geschlossenen Verkehrsring rund ums Kernstadtgebiet. Doch speziell auf der Ostseite liegen die Probleme im Detail. Zahlreiche Unfälle, Raserei und Orientierungsprobleme von Autofahrern machen die Ortsumgehung zu einem heiklen Pflaster. Am Stadtring-Abzweig gen Laue will die Stadtverwaltung nun zur Entschärfung der Lage beitragen. Ab nächste Woche gelten veränderte Vorfahrtsregeln.

Gleich am Montag soll es losgehen: Die Kreisstraßenmeisterei rückt an. Vom 13. bis 18. Juni soll die Kreuzung neue Fahrbahnmarkierungen und neue Beschilderungen bekommen. Während der Arbeiten ist mit zeitweisen halbseitigen Sperrungen zu rechnen, berichtet Grit Röhricht vom städtischen Sachgebiet Kommunalbau. Ziel der Maßnahme ist eine komplette Umkehr der Vorfahrtsregelung. Während im Moment noch der Verkehr auf dem Stadtring gestoppt wird und Fahrzeuge auf der Laueschen Straße Vorrang haben, soll künftig die Umgehungsstraße übergeordnet sein.

Ein durchgängiger Verkehrsfluss auf der Ortsumfahrung entspreche eher den Erwartungen ortsunkundiger Autofahrer als ein plötzliches Haltezeichen, so die Begründung. Allein zwischen 2010 und Sommer 2014 ereigneten sich laut Kartei der nordsächsischen Unfallkommission 14 Zusammenstöße an diesem Knoten, wobei es nicht nur bei Blechschäden blieb. „Hinzu kommen diverse Beinahe-Unfälle“, schildert Grit Röhricht. „Wir müssen deshalb reagieren.“ Eine Maßnahme, die auch von der Unfallkommission ausdrücklich befürwortet wird.

Warnschilder weisen auf Neuregelung hin

Ob sich der Eingriff bewährt, bleibt abzuwarten. Zunächst gilt es vor Ort, die alten Gewohnheiten zu brechen. Auf der Straße von und nach Laue, künftig untergeordnet, werden für wenigstens vier Wochen große Warnschilder „Vorfahrt geändert“ aufgestellt, jeweils mit Blinklicht versehen. Die Fahrbahnaufteilung auf dieser Straße verschwindet, stattdessen erhält der Stadtring in Höhe des Knotens separate Linksabbiegerspuren.

An anderen Stellen auf der östlichen Ortsumgehung läuft die Lösungssuche noch. Etwa am Abzweig nach Zschepen, der – anders als der Knoten Laue – seit Längerem als Unfallschwerpunkt ausgewiesen ist. Regelmäßig rückt die Stadtverwaltung dort zur Tempokontrolle an, regelmäßig wird die Höchstgeschwindigkeit 70 von Motorisierten ignoriert. Jüngste Messungen ergaben Werte bis Tempo 100. Die Stadtring-Kreuzung mit der Dübener Straße, wo Unfälle bereits tödlich endeten, hat dank Ampel an Gefahrenpotenzial verloren. Der geplante Kreisverkehrsbau steht aber noch aus.

Von Norden kommend fehlt ein Wegweiser gen Leipzig

Ebenfalls noch nicht erledigt ist das Thema Verkehrslenkung. Im Bereich der Eilenburger Chaussee ist die Umgehungsstrecke unterbrochen: Von Norden kommend fehlt an der Chaussee ein Wegweiser gen Leipzig, aus Richtung Süden der Hinweis auf den weiteren Streckenverlauf gen Bitterfeld. „Die Zuständigkeit für die Beschilderung an dieser Stelle liegt beim Landesamt für Straßenbau und Verkehr“, erklärt Bürgermeister Thorsten Schöne (parteilos). Orientierungsprobleme haben auch Auto- und Lkw-Fahrer auf der B 183 a: Die Bundesstraße führt aktuell durchs Kernstadtgebiet, dabei wäre für Durchreisende der nordöstliche Stadtring die bessere Verbindung. Dessen Hochstufung zur Bundesstraße steht jedoch derzeit nicht zur Diskussion.

Von Kay Würker

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