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Delitzsch Delitzscher Strom im Medienfokus
Region Delitzsch Delitzscher Strom im Medienfokus
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17:23 27.05.2010
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. Verbreitet hatte diese Information das Internetportal Check24, das sich auf Tarifvergleiche unter anderem im Bereich Energie spezialisiert hat. TWD-Geschäftsführer Jörn Otto bezeichnet die Nachricht als „irreführend".

Die Zahlen sind auf den ersten Blick deutlich: 878 Euro kosten 5000 Kilowattstunden Strom laut Check24 beim billigsten in Delitzsch verfügbaren Anbieter – die TWD verlangen für die gleiche Leistung 1434 Euro. Ein Missverständnis? Der Blick auf die Tarifübersicht der TWD zeigt: Die zu Grunde gelegten Verbrauchs- und Grundpreise stimmen. Allerdings: Es handelt sich um den teuersten Tarif, die Grundversorgung.

Genau da sieht Jörn Otto eine Irreführung in der Gegenüberstellung. „Die Preise der Grundversorgung sind für Vergleiche nicht geeignet. In diesem Tarif sind Infrastruktur-Kosten untergebracht, die den Technischen Werken durch die Versorgungspflicht entstehen", erklärt er. „Wir haben rund 14 700 Kunden, die mehrheitlich nicht die Grundversorgung, sondern unsere Produkte nutzen" – also preisgünstigere Tarife.

Dennoch bleibt der Vorwurf, der Delitzscher Versorger sei der teuerste bundesweit. Widerlegen konnte Jörn Otto das am Donnerstag nicht, „weil mir die Zeit fehlt, die Preise Hunderter Anbieter zu vergleichen". Otto macht auch kein Hehl daraus, dass der Strom im Osten mehr Geld kostet, weil – wie er begründet – in den vergangenen 20 Jahren erhebliche Investitionen in das Netz gestemmt werden mussten. „Dadurch ist das Delitzscher Netz ein äußerst sicheres mit unterdurchschnittlichen Ausfallzeiten." Und was die Strompreise in der Loberstadt anbelange, die seien „marktkonform und auf die Region abgestimmt".

Die Kundschaft in Delitzsch hat laut Otto einen Durchschnittsstromverbrauch von 2000 Kilowattstunden jährlich. „Check24 hat mit 5000 Kilowattstunden verglichen. Das ist unrealistisch. Vergleicht man auf demselben Portal mit dem Delitzscher Durchschnittsverbrauch, liegen die TWD auf Platz elf."

Und zwar mit dem aktuell günstigsten Tarif, der den Namen „online" trägt und nur via Internet gebucht werden kann. Das spart dem Versorger Personalaufwand und reduziert den Preis. Die zehn noch billigeren Anbieter verlangen mehrheitlich eine Vorauszahlung, was im Insolvenzfall für den Kunden ein Verlustrisiko birgt. Im Gegenzug allerdings werden Nettopreisgarantien für mehrere Monate gegeben, die wiederum Kostensicherheit verschaffen sollen.

Angepasst haben sich die Technischen Werke bei der Werbung um wechselwillige Stromabnehmer. So erhalten Internet-Neukunden 120 Euro Bonus, der die erste Rechnung reduziert – allerdings nur einmalig. Ohne Vergünstigung kosten 2000 Kilowattstunden im TWD-Online-Tarif 550 Euro. Zum Vergleich: Im Raum Bad Düben sind beim örtlichen Versorger Enviam für die gleiche Leistung im Online-Tarif 561 Euro fällig. Eilenburger zahlen im Privat-Spezial-Tarif ebenfalls 550 Euro.

„Wer sparen will", rät Energieexperte Roland Pause von der Verbraucherzentrale Sachsen, „sollte die vor Ort verfügbaren Anbieter gegenüberstellen. Der Vergleich von Check24 sagt nichts aus, weil das dort genannte billigste Angebot in Sachsen gar nicht erhältlich ist."

Kay Würker

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