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Delitzscher Tagesmütter können Stadtrat nicht alles liefern

Diskussion ums Geld Delitzscher Tagesmütter können Stadtrat nicht alles liefern

Das Hin und Her zwischen Delitzscher Tagesmüttern und Politikvertretern geht in eine neue Runde. Die Frauen wehren sich gegen den Eindruck der Stadträte und Rathaus-Mitarbeiter, sie wollten mehr Geld, ohne dafür Papiere auszufüllen. Das sei nämlich nicht so einfach wie gedacht.

Die Kinderbetreuung muss auf mehrere Standbeine verteilt werden, eines davon sind Tagesmütter.

Quelle: dpa

DELITZSCH. Die seit Monaten herrschenden Unstimmigkeiten zwischen Tagesmüttern, Verwaltung und Politik in Delitzsch schwelen weiter. So stellten Politiker schon mehrfach in Frage, ob ohne genaue Kostenaufstellung durch die Tagesmütter wirklich mehr Geld an diese gehen kann. Das fordert stellvertretend für die Frauen die SPD-Fraktion seit Monaten ein.

Tagesmutter Nicole Jaschek verteidigt das Vorgehen ihrer Kolleginnen. Zunächst einmal hätten sie der Verwaltung im Sommer eine Kalkulation vorgelegt, zudem seien Stellungnahmen an die Parteien gegangen. Andererseits sei aber eine von der Verwaltung geforderte A4-Seite nicht aus Unwillen unausgefüllt geblieben, sondern weil man dies nicht könne. Auf dem Papier wird nach Angaben wie den monatlichen Betriebs- und Nebenkosten für die Räume wie etwa Strom und Wasser gefragt, geht es um den Aufwand für Aspekte wie Hausratversicherung oder Telefonkosten. Nicht alle Tagesmütter könnten diese Angaben so detailliert machen, betont Nicole Jaschek – momentan müssten sie dies dem Finanzamt gegenüber auch nicht so detailreich. In der Vergangenheit hatten Politiker in Delitzsch auch kritisiert, dass die Tagesmütter nicht zu Sitzungen wie dem Stadtrat erschienen, um dort ihre Argumente vorzubringen. Bei einer 45- oder sogar 50-Stunden-Woche sei das nicht unbedingt leicht einzurichten, sagt die Tagesmutter stellvertretend für ihre Kolleginnen.

Delitzscher Verwaltung braucht belastbare Zahlen

Die Tagesmütter seien aufgefordert gewesen, eine Zuarbeit für einen repräsentativen Monat zu leisten, so die Verwaltung. „Von den Tagesmüttern kam in unterschiedlichem Wortlaut, aber gleichem Inhalt die Antwort: ,Die Auflistung kann nicht erfolgen. Der Gesetzgeber ermöglicht die pauschale Abrechnung der Betriebskosten. Aus diesem Grund hebe ich Abrechnungsunterlagen und Quittungen nicht auf.’“ In einem persönlichen Gespräch habe man das Unverständnis der Politiker dazu an die Tagesmütter weitergegeben. Nun sollen sie nochmals zu einer Zuarbeit aufgefordert werden, um die Kosten aufzuschlüsseln.

Von Christine Jacob

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