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Delitzsch Delitzscher Taxifahrer kommen zu ihrem Geld
Region Delitzsch Delitzscher Taxifahrer kommen zu ihrem Geld
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07:00 08.08.2017
Taxifahrer in Delitzsch und Umgebung kommen zu ihren Fahrpreis. Quelle: Andre Kempner
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Delitzsch

Was in Großstädten offenbar weit verbreitet ist, scheint die Taxifahrer in Delitzsch und Umgebung nicht so zu berühren: Fahrgäste, die ihren Fahrpreis nicht zahlen. „Klar gibt es das auch bei uns“, bestätigte Thomas Drese, Taxi-Dispatcher bei Auto-Webel in Delitzsch. Dabei handele es sich aus seiner Sicht aber nicht zuerst um Böswilligkeit. „Da wird schon mal die Geldbörse zu Hause vergessen oder das Geld reicht nicht, um den kompletten Fahrpreis zu bezahlen“, sagt er. Das seien einfach Dinge, die passieren können. Dann könne eine Rechnung geschrieben werden. Auto-Webel sei damit bislang immer sehr gut gefahren. In 99 Prozent aller Fälle bekommen die Fahrer aber ihre Fahrten bezahlt. „Es ist auch nicht selten, dass die Betroffenen am nächsten Tag bei mir im Büro stehen, bezahlen und sich entschuldigen“, erinnert sich Thomas Drese. Man habe immer eine Lösung gefunden. Bei uns werde keiner solange angegurtet, bis er zahlt, sagte Drese.

Fahrpreis nicht verhandelbar

Auch mit ausländischen Fahrgästen, die es durchaus verstärkt gibt, gebe es keine Probleme. „Es wird vielfach über die Höhe des Fahrpreises diskutiert, weil der ihnen zu hoch erscheint. In ihren Ländern kann darüber vielleicht verhandelt werden, aber wir sind an Tarife gebunden. Bezahlt wird letztlich immer.“

Udo Habermehl vom Landtaxi Schönwölkau sieht die Fahrpreisprellerei nicht als Problem, aber es passiere schon mal. „Alle zwei Monate vielleicht einmal“, sagte er. Betroffen seien dann Fahrer, die meist längere Strecken unterwegs sind. „In der Stadt passiert das nicht“, betonte er. Aber bislang sei keiner auf dem Verlust sitzengeblieben. „Irgendwie kommen wir immer zu unserem Geld“, erklärte Habermehl und betonte, dass seine Fahrer durchaus kulant seien und man nur mit ihnen reden müsse, um einen Kompromiss zu finden.

Frank Schanz vom gleichnamigen Delitzscher Taxiunternehmen sieht die Fahrpreisprellerei eher als eine Ausnahme. In Delitzsch habe wer es selbst noch nicht erlebt. Dass es Probleme mit Fahrgästen in der Nacht oder wenn die angetrunken von Disco kommen, konnte er bestätigen, aber zu seinem Geld sei er auch dann gekommen.

Von Ditmar Wohlgemuth

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