Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Delitzsch Delitzscher Vize-Bürgermeister will weitermachen – Stadtrat entscheidet
Region Delitzsch Delitzscher Vize-Bürgermeister will weitermachen – Stadtrat entscheidet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:36 12.11.2015
Bürgermeister Thorsten Schöne bewertet gehört seit 2009 zum Spitzenpersonal der Delitzscher Stadtverwaltung. Quelle: Archiv
Anzeige
Delitzsch

Weil der Posten nach sieben Jahren Amtszeit turnusmäßig neu ausgeschrieben werden muss, steht am 17. November eine Wahl an. Und die hat - im Gegensatz zur Kür des Oberbürgermeisters - nicht direkt das Volk, sondern das Kommunalparlament.

Wobei die Wahl an dieser Stelle keine Auswahl bedeutet. Wenige Tage vor dem entscheidenden Votum ist nur noch ein Bewerber übrig. Und auch im September, als die Ausschreibung endete, waren's gerade mal zwei. Dabei war der Delitzscher Bürgermeister-Sessel sachsenweit angeboten worden - verbunden mit Anforderungen: Hochschulabschluss, Managementfähigkeiten, kommunalpolitische Kenntnisse sowie ausgeprägte soziale Kompetenzen, um rund 150 Mitarbeiter im Zuständigkeitsbereich führen zu können. Zuständig ist der Bürgermeister - auch Beigeordneter genannt - für Bau, Ordnung, Soziales, Gewerbe und Schulverwaltung.

Vielleicht war es das Arbeitspensum, das potenzielle Kandidaten abschreckte. Thorsten Schöne, der Amtsinhaber, wirft trotzdem oder gerade deshalb seinen Hut erneut in den Ring. Es sei ein großer Anspruch, aber auch eine sehr dankenswerte Aufgabe, mit Stadtrat und Bürgern Lösungen zu planen und umzusetzen, erklärt der 51-Jährige im LVZ-Gespräch - unter anderem mit Blick auf diverse erledigte Baumaßnahmen, aber auch hinsichtlich Herausforderungen für die Zukunft: "Zum Beispiel die grundhafte Sanierung der Oberschule Nord, die dann folgende Sanierung der Oberschule Artur Becker, bis hin zur Ertüchtigung des Wallgrabens."

Er habe in den vergangenen sieben Jahren viele Menschen kennengelernt, und nicht immer hatten Verwaltung und Bürger die gleiche Sichtweise, sagt Schöne. "Ich habe gelernt, dass ein sachliches Gespräch auf Augenhöhe hier manchmal mehr hilft als viele amtliche Schreiben, um offene Fragen zu klären." Begeistert sei er von den "vielen engagierten Einwohnern, die im Ehrenamt ganz Wichtiges tun". Das zu fördern, liege ihm am Herzen. Auch die Rathausmitarbeiter seien engagiert, was ein wesentlicher Grund für die Wiederbewerbung sei.

Am nächsten Dienstag wird der Diplomjurist im Stadtrat sprechen. Er hat eine Einladung, sich am Rednerpult noch einmal zu empfehlen, bevor in geheimer Wahl entschieden wird. Diese Einladung hatte auch der ursprünglich zweite Kandidat, ein 44-jähriger Diplomkaufmann aus Delitzsch, der vor Jahren mal ein Geschäft in der Eilenburger Straße betrieb. Am Freitag sagte er jedoch ab. "Ich habe meine Bewerbung aus persönlichen Gründen zurückgezogen", teilte er auch gegenüber der LVZ mit.

Den Stadträten bleibt damit die Wahl, für oder gegen Thorsten Schöne zu stimmen. Die SPD-Fraktion kündigte bereits in einer Pressemitteilung volle Unterstützung für Schöne an. Er habe sich durch seine sachliche Art im Rathaus Vertrauen erarbeitet.

Kay Würker

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Hat es – vermutlich ungewollt – Zeugen-Beeinflussung nach der Schlägerei im März 2012 gegeben? Unter anderem diese Frage steht seit Freitag am Landgericht Leipzig im Raum. Es war der zweite Verhandlungstag zu dem der rechten Szene zugeordneten Überfall nach einem Konzert im Jugendhaus Yoz.

06.11.2015

Zwei Fahrverbote, ein Verfahren am Amtsgericht, 73 Bußgeldverfahren, 1057 Verwarngeldverfahren. Das ist die Bilanz für ein halbes Jahr blitzen in Delitzsch – vergleichbar mit den Werten der Vorjahre, in denen ebenfalls um die 1000 Menschen mit Bleifuß erwischt wurden. Von April bis September verhängte das Ordnungsamt Verwarn- und Bußgelder sowie Gebühren und Auslagen in Höhe von 25980,50 Euro.

Am 11.11. um 11.11 Uhr beginnt die Karnevalszeit. Zum Auftakt sammeln die Narren wieder die Rathausschlüssel ein – und weitere Veranstaltungen stehen bevor. Wir sagen, was wann wo los ist.

09.11.2015
Anzeige