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Delitzsch Delitzscher Vogelbörse bleibt beliebt
Region Delitzsch Delitzscher Vogelbörse bleibt beliebt
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14:00 09.10.2018
Vogelbörse in Delitzsch: Liebhaber treffen sich zum Fachsimpeln und Verkaufen. Quelle: Christine Jacob
Delitzsch

Es ist ein einziges Tschilpen und Zwitschern aus bunten Vogelkehlen und zwischendurch kräht immer mal ein nicht minder bunter Hahn. Für Karla und Rainer Pfeiffer ist das wie schönste Musik in den Ohren. Die Mittsiebziger, die erst vor wenigen Wochen ihren Friseursalon an einen Nachfolger übergaben, gehören zu den Organisatoren der beliebten Vogelbörse, die einmal monatlich immer am ersten Samstag in einer alten Halle auf dem einstigen Selders-Gelände stattfindet.

Immer mehr Auflagen

Jetzt, nach dem heißen Sommer, füllt sich die Halle auch wieder mit mehr Ausstellern, um die 40 sind es jetzt jeweils statt nur ein paar „Hitzefesten“. Aus Delitzsch und Umgebung, aus ganz Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Thüringen kommen die Aussteller und Anbieter, handeln vom Sittich bis zu Ara mit den Gefiederten, manch Kaninchen und Meerschweinchen ist bei der Vogel- und Kleintierbörse aber auch dabei. Das Hobby ist beliebt. Ob das immer so gut weitergeht, wagt man beim organisierenden Verein Delitzscher Vogelliebhaber durchaus zu bezweifeln. „Es wird immer schwieriger mit der Vogelzucht“, berichtet Vereinsvorsitzender Michael Kühn, „die Auflagen nehmen zu.“ Viele Junge könnten sich das Hobby, bei dem man zwecks Versorgung der Tiere oft daheim sein sollte, auch arbeitstechnisch nicht mehr leisten. Mit seinen 50 Jahren ist Michael Kühn derzeit der Jüngste im 13 Mitglieder starken Verein, der sich immer über neue Interessenten freut. Die meisten sind inzwischen Rentner so wie die Pfeiffers und Michael Kühn ist stolz auf seine Aktiven. Da der eigentliche Hallenleiter, der auf die Ordnung der Börse achtet, gerade erkrankt ist, übernimmt das sonst „nur“ für die Kasse zuständige Ehepaar seinen Job seit Monaten noch mit. „Er ist inzwischen auf dem Weg der Besserung und wir wünschen ihm alles Gute“, sagt Karla Pfeiffer – und zwar nicht wegen der Mehrarbeit, sondern weil der Verein auch ein wenig wie Familie ist.

Die Arbeit scheint sich zu lohnen. „Ich komme gerne hierher, so ein- bis zweimal jährlich“, erzählt Norbert Tersch aus dem Landkreis Teltow-Fläming in Brandenburg. Das Publikum sei städtischer als bei manch anderen Börsen. An diesem Vormittag hat er vor allem Nymphensittiche gut verkauft und kommt gerne wieder.

Von Christine Jacob

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